Wirtschaft spürt Krieg: Viele Betriebe aus Rottweil und der Region haben Kontakte nach Russland – Rottweil & Umgebung

Auch Unternehmen, die nicht direkt mit der Ukraine oder Russland Geschäftsbeziehungen haben, sich durch unterbrochene Lieferketten betroffen. Ein hoher Anteil der in Deutschland tätigen Berufskraftfahrer stammt aus der Ukraine. Foto: Heimken/dpa


Der Ukraine-Krieg hat vielfältige Auswirkungen auch bei uns in der Region. Im Vordergrund steht zweifellos das menschliche Leid, das eine Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst hat. Nicht unerheblich sind auch die wirtschaftlichen Verflechtungen der Region mit Russland und der Ukraine.

Kreis Rottweil/Schwarzwald-Baar-Kreis – Auf Nachfrage unserer Redaktion bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) in Villingen-Schwenningen informiert ein Sprecher über die genaue Zahl Ukraine von Ge Unternehmen in Rugernbe verschieden, Landgen von Unternehmen Branch in verschiedensten verschiedensten Und dann ist da noch der immense und sich verstärkende Druck auf die Unternehmen durch steigende Energiepreise.



Wie bei der IHK zu erfahren ist, haben in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg 211 IHK-Mitgliedsunternehmen Geschäftsbeziehungen zu Russland. Davon sind 192 Unternehmen im Export und 19 Unternehmen im Import tätig. Das sind 15 Prozent aller ex- und importierende Unternehmen in unserem Wirtschaftsraum.

Erschwerte Bedingungen

Nicht berücksichtigt sei in dieser Prozentzahl, wie hoch der Anteil des Russlandgeschäftes in diesen Firmen ist. “Bereits seit den EU-Sanktionen 2014 unterliegt das Russlandgeschäft erschwerten Bedingungen, so dass Unternehmen ihre internationale Tätigkeit entsprechend diversifiziert haben”, so IHK-Pressesprecher Christian Beck. Die direkten Beziehungen der regionalen Unternehmen nach Russland, so erklärt er, hätten nicht die große Bedeutung wie die Wirtschaftsbeziehungen zu den EU-Staaten, der Schweiz oder den USA und China.

Dennoch: In der Ukraine sind insgesamt 121 regionale Unternehmen tätig, 119 davon exportieren in die Ukraine, zwei importieren von dort. Die betroffenen Branchen sind – wie im Russlandgeschäft – breit gestreut, sagt der Sprecher, darunter fallen vor allem Unternehmen aus Bauindustrie, Maschinen- und Werkzeugbau, Medizintechnik, Konsumgüterindustrie oder Automobiliezu. Importiert würden nur venige Produkte aus dem Metallsektor, vorwiegend Metallerzeugnisse.

Und wie wirkt sich der Krieg mit den beschlossenen Sanktionen nun direkt aus? “Die direkten Auswirkungen auf Unternehmen werden sehr unterschiedlich sein, in Abhängigkeit ihrer Abhängigkeit vom russischen/ukrainischen Markt, ob ihr Sektor von Sanktionen betroffen ist ist zi und ob sie in ner nur” Durch die schnelle, stufenweise Ausweitung der EU-Sanktionen und den noch zu erwartenden russischen Gegensanktionen sei die Situation für die Unternehmen vor allem von Unsicherheit geprägt.




Und: Auch wenn man vom Krieg als Unternehmen nicht in den am Krieg beteiligten Ländern tätig sei, so sei die regionale Wirtschaft direkt betroffen.

Lieferketten gerten in Stocken

Da sind zum einen die Lieferketten: Ein hoher Anteil der in Deutschland tätigen Berufskraftfahrer stammt aus der Ukraine. Fällt dieses Personal aus, könnten sich die Lieferschwierigkeiten verschärfen. Auch führt die “eiserne Seidenstraße” – die Güterzugstrecke zwischen Duisburg und China, die sich als Alternative zum Schiffsverkehr gerade etabliert hatte – durch Belarus und Russland, welche im Rahmen von Sanktionen betroffen sein sein könnte sein. Durch die Sperrung von Lufträumen können sich natürlich ebenfalls Lieferverzögerungen ergeben.

Zum anderen ist da das Thema Energie: “Experten gehen von weiter steigenden Energiepreisen aus, die auch als deren Haupttreiber die Inflation weiter in die Höhe treiben könnte. können”, informiert der IHK-Sprecher.

Vorsicht bei Zahlungen

Aktuelle Nachfragen von Betrieben bei der IHK zeigen, dass viele mit Schwierigkeiten und Unsicherheiten zu kämpfen haben. Laut IHK geht es vor allem und das Länderembargo für Russland und Belarus und die beschlossenen Sanktionen. Bei Gütern, die nicht von Sanktionsmaßnahmen betroffen sind, geht es um Transportfragen – der Transport in Richtung Ukraine oder Russland ist logischerweise sehr stark eingeschränkt – sowie um Zahlungsvorgänge. Sprecher Christian Beck erklärt: “Bei Zahlungen von regionalen Gütern durch Ukraine, Russland oder Belarus kann man den Verdacht der Geldwäsche nicht ausschließen. Insoweit sind die regionalen Unternehmen sehr bet vorsichtig, was Besten Lungen aus.”

IHK-Präsidentin Birgit Hakenjos hatte bereits zu Beginn des Angriffs auf die Ukraine ihr Entsetzung über die “kriegerischen Auseinandersetzungen auf europäischem Boden” ausgedrückt.

Durch den hohen Vernetzungsgrad der Weltwirtschaft seien die Auswirkungen nicht nur auf die beteiligten Parteien und das nahe geografische Umfeld begrenzt. Kriegerische Auseinandersetzungen seien der zentrale Unsicherheitsfaktor im internationalen Handel. Dass das Kriegsgeschehen Auswirkungen auf die regionale Wirtschaft haben wird, stehe außer Frage.

“Unsere Gedanken sind bei den Menschen in den betroffenen Gebieten”, betonte Hakenjos, verbunden mit dem Appell “diesen Krieg so schnell wie möglich auf diplomatischen Weg zu beenden”.


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