Welchen Einfluss hat die Hardware auf die IT-Sicherheit?

Hardware Security

Cyber-Attacken auf Unternehmen nehmen kontinuierlich zu und richten jedes Jahr einen zweistelligen Milliarden-Schaden an. Dabei sind längst nicht mehr nur Großunternehmen und multinationale Konzerne Ziele von Hackern und anderen Cyberkriminellen, auch KMU sehen sich immer häufiger, Angriffen ausgesetzt. Vor allem auch das im Zuge der Corona-Pandemie vermehrt im Homeoffice stattfindende Arbeiten hat dazu geführt, dass sich Angriffe auf Unternehmensnetzwerke in den vergangenen zwei Jahren stark gehäuft haben.

Um sich vor entsprechenden Gefahren zu schützen und weiteren Sicherheitsproblemen vorzubeugen, setzen die meisten Unternehmen ausschließlich auf Software-basierte Lösungen. Allerdings bietet Sicherheits-Software allein längst keinen ausreichenden Schutz mehr vor Datendiebstahl oder anderen Bedrohungen. Um bestmögliche Sicherheit für die gesamte IT-Infrastruktur zu gewährleisten, muss vor allem auch die Hardware geschützt werden.

Fehlender Softwareschutz ist heute kaum noch ein Thema

Die meisten Unternehmen sichern sich mittels Software zuverlässig gegen Cyber-Bedrohungen ab. Entsprechende Lösungen stellen heute keinen großen Kostenfaktor mehr dar und können zahlreiche Bedrohungen zuverlässig erkennen und unschädlich machen. Sowohl für kleine, als auch für große Unternehmen gibt es in der Regel Tarife, welche die individuellen Anforderungen und Bedürfnisse von Unternehmen optimal abdecken. Tägliche Aktualisierungen sorgen dafür, dass auch neue Bedrohungen zuverlässig und unverzüglich erkannt werden können.

Sobald Kriminelle allerdings gezielte Angriffe auf die Hardware ausüben, ist auch der zuverlässigste Softwareschutz zwecklos. In diesem Zusammenhang gibt es mehrere Angriffsflächen. Daher müssen IT Hard- und Software wirksam geschützt werden.

Unternehmensrechner / Server als Einfallstor

Ein simples Beispiel dafür, wie Software-basierte Sicherheitslösungen umgangen werden können, ist etwa das Ausspielen von Daten auf einem Unternehmensrechner auf einen externen Datenträger. So könnten Mitarbeiter oder auch externe Personen, die sich Zugang zu entsprechenden Geräten verschaffen, potenziell sensible Daten auf einfache Weise stehlen. Genau so lässt sich auch ein schadhafter Code oder sonstiges Schadprogramm mittels eines USB-Sticks in das Firmennetzwerk einschleusen. Die strenge Kontrolle und Vergabe von Zugriffsrechten auf unterschiedlichen Ebenen ist daher Grundvoraussetzung für eine sichere Infrastruktur, was auch die sorgfältige Konfiguration von Clouds-Services mit einschließt. Unter Umständen ist es zudem sinnvoll, Computer und Server in abschließbaren Schränken unterzubringen, um einen unbefugten Fremdzugriff zu verhindern.

Ein weiterer wichtiger Aspekt in diesem Zusammenhang ist das Vorbeugen vor Datenverlust. Noch immer sichern viele Unternehmen ihre Systeme nicht gegen einen Ausfall ab oder vernachlässigen das regelmäßige Sichern aller relevanten Unternehmensdaten durch Backups. Neben externen Festplatten, die sulche Datensicherungen in regelmäßigen Abständen automatisch durchführen, bieten sich unter Umständen auch sogenannte RAID-Systeme an. Diese bestehen aus zwei oder mehreren physischen Laufwerken und sorgen für maximale Ausfallsicherheit des Systems. Sobald ein Laufwerk abstürzen sollte, springt sofort ein anderes ein und stellt so einen ordnungsgemäßen Betrieb sicher.

Fazit

Im Zusammenhang mit der vierten industriellen Revolution, der Industrie 4.0, werden die Anforderungen an IT-Security zunehmend höher. Unternehmen, die dem Schutz ihrer IT-Infrastruktur nicht ausreichend Beachtung zukommen lassen, gehen ein großes Risiko ein. Während es bis vor einigen Jahren noch vollkommen ausreichte, professionelle Softwarelösungen einzusetzen, um sich gegen Bedrohungen abzusichern, lässt sich bestmögliche IT-Sicherheit heute nur durch eine Kombination aus Software- und Hardwarenchutz.










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