Vergewaltigung in Obing: Können mit Sicherheit annehmen, dass das der Täter ist “- so geht es in dem Fall jetzt weiter

Nach der Vergewaltigung in Obing hat die Polizei den vermeintlichen Täter jetzt gefasst.

© Montage dpa / xe

Der mutmaßliche Täter ist gefasst: Nach der Vergewaltigung in Obing atmet ein ganzes Dorf auf. Ein 31-jähriger Mann sitzt in Untersuchungshaft. Wie es jetzt weitergeht und wie die Ermittlungen in dem schrecklichen Fall ablaufen erklärt Stefan Sonntag, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd.

Obing (Landkreis Traunstein) – „Wir sind sehr glücklich, dass es uns jetzt gelungen ist, den Tatverdächtigen festzunehmen“, so Sonntag im Gespräch mit chiemgau24.de.

Obing: Vergewaltigung „extremer Fall“

Die Tat vom 2. April, bei der eine 54-Jährige Frau überfallen und mehrmals vergewaltigt worden war, hatte für Entsetzen im Landkreis und der Region gesorgt. Sonntag sprach damals von einem einem „extremen Fall“. Eine derart brutale Vergewaltigung im öffentlichen Raum hätte es “Seit Jahren nicht mehr gegeben”.

Jetzt scheint der Täter dingfest gemacht zu sein. Die Polizei gibt sich überzeugt: „Ein Richter hat einen dringenden Tatverdacht für die zweite Tat in Obing gesehen. Das heißt aus polizeilicher Sicht können wir mit einiger Sicherheit annehmen, dass das der Täter ist. “Man sei überzeugt davon, dass man mit dem festgenommenen 31-Jährigen den Täter gefasst habe. Bereits Mitte März war eine 20-Jährige mit einem Messer bedroht worden. Auch hier wird gegen den Mann ermittelt.

So geht es jetzt im Fall der Vergewaltigung von Obing weiter

Jetzt gilt es für die Spezialisten der Kriminaltechnik und der Kriminalpolizei, die Ermittlungen zu Ende zu bringen. Wann ein DNA-Abgleich vorliegen könnte, konnte Sonntag zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. „Die kriminaltechnischen Untersuchungen kann ich nicht genau zeitlich einordnen. Das wird aber, wie in der Meldung genannt, noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Wir reden da von sicherlich mehreren Wochen. “

Tatort der Vergewaltigung in Obing

Der Tatort der Vergewaltigung in Obing © xe
Der Tatort der Vergewaltigung in Obing
Der Tatort der Vergewaltigung in Obing © xe
Der Tatort der Vergewaltigung in Obing
Der Tatort der Vergewaltigung in Obing © xe
Der Tatort der Vergewaltigung in Obing
Der Tatort der Vergewaltigung in Obing © xe
Der Tatort der Vergewaltigung in Obing
Der Tatort der Vergewaltigung in Obing © xe
Der Tatort der Vergewaltigung in Obing
Der Tatort der Vergewaltigung in Obing © xe
Der Tatort der Vergewaltigung in Obing
Der Tatort der Vergewaltigung in Obing © xe

Auch zu einer Gegenüberstellung mit der Frau aus dem ersten Fall in Obing, für die der in Untersuchungshaft sitzende Mann auch verdächtigt wird, hielt sich der Pressesprecher bedeckt. „Wenn so eine Ermittlungsmaßnahme Sinn macht, nutzen wir diese Maßnahme. Wenn es aber wenig erfolgversprechend wäre, dann verzichten wir natürlich darauf. ” Man habe damals nur eine sehr vage Beschreibung des Mannes gehabt. Diese passe aber auf den Mann, den man festgenommen habe. “Aber auch dazu kann ich derzeit weitere Einzelheiten noch nicht nennen.”

Obing: Reiter der Polizei werden abgezogen

Obwohl man sich sicher sei, den Täter gefasst zu haben, wolle man in dem Fall aber keine unnötigen Risiken eingehen. Deshalb würden jetzt zwar die Reiter aus Obing in den nächsten Tagen abgezogenman werde aber das Gebiet weiterhin verstärkt bestreifen.

Ob der Tatverdächtige in Zusammenhang mit weiteren Fällen steht, gelte es jetzt zu prüfen. “Das werden wir machen. Aber sowas nimmt reichlich Zeit in Anspruch. Im Fokus stand jetzt natürlich die Klärung dieses schweren Verbrechens von Obing. ” Auch zu dem ersten Fall in Obing laufen die Ermittlungen auf Hochtouren.

Bürgermeister zeigt sich erleichtert

Die Erleichterung in Obing ist jedenfalls groß. “Was für eine gute Nachricht, jetzt heißt es hoffen, dass sich diese weiter verfestigen lässt”, so Bürgermeister Josef Huber am Montag (11. April) zu der Festnahme des dringend Tatverdächtigen gegenüber den OVB-Heimatzeitungen. Die Bevölkerung sei seit der Tat “Tief verunsichert” gewesen.

Bürgermeister Josef Huber

© Christl Auer

Viele Einwohner hätten es nach Einbruch der Dunkelheit vermieden, auf die Straße zu gehen. Der Bürgermeister hofft, dass jetzt endlich wieder Ruhe in sein Dorf einkehren kann. Die Nachwehen des Falles werden Obing aber wohl noch weiter beschäftigen. Die zweite Bürgermeisterin, Fanny Mayer, stellte fest: „Es ist nicht mehr ganz so, wie es vorher war.“ Ein bisschen was bleibe in den Köpfen of her.

fgr

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