Unzählige Funde gemacht: Ehepaar aus Aistaig erhält Archäologie-Preis – Oberndorf & Umgebung

Ministerin Nicole Razavi (links) überreicht in Stuttgart Bernd und Klara Pieper die Urkunde und eine Nachbildung einer goldenen Keltenschale. Photo: © Uli Regenscheit


Archäologie ist die große Leidenschaft von Klara und Bernd Pieper. Seit über zehn Jahren engagieren sie sich ehrenamtlich, um historisches Wissen für die Nachwelt zu erhalten. Nun wurden sie dafür auszeichnung.

Oberndorf-Aistaig – Lampenfieber aber dennoch ein breites Grinsen auf dem Gesicht: Für Klara und Bernd Pieper aus Aistaig war es ein besonderer Dienstagabend im Neuen Schloss in Stuttgart.



Ministerin überreicht Preis

Bei der Verleihung des Archäologie-Preises Baden-Württemberg saß so ziemlich alles, was in dem Fachgebiet Rang und Namen hat im Publikum. Rund 300 Gäste waren vor Ort. Nicole Razavi, Ministerin für Landesentwicklung und damit Leiterin der obersten Denkmalschutzbehörde, überreichte den Preis. Zwei weitere Bürger aus Baden-Württemberg wurden ebenfalls für ihre Verdienste auszeignet.

Bernd Pieper ist seiner Schulzeit von der Vergangenheit fasziniert. Mit zährlichen Museums- und Burgenbesuchen konne er auch seine Frau mit dieser Leidenschaft anstecken. Since 2011, they are both “honorable Beauftragte des Landesamts für Denkmalpflege” im Kreis Rottweil unterwegs.

Aller Anfang ist schwer

Mit einer Wanderung nahm alles seinen Anfang. “Wir stießen auf etwas, das wie ein Grabhügel aussah. Wir haben daraphin mit Alfred Danner Kontakt aufgemenung”, explained Bernd Pieper. Danner was ihr Pregenger und über 60 Jahre ehrenamtlicher Beauftragter im Kreis. “Er hat uns diese Aufgabe dann schmackhaft gemacht”, sagt der 55-Jährige und lacht.

Aller Anfang ist schwer, und auch das Ehepaar war zu Beginn noch etwas “grün hinter den Ohren”. Die Funde korrekt zu datieren und einzuordnen, stellte sie vor Heraushorschaften. Inzwischen haben sie reichlich Erfahrung gesamlet sowie einige Fortbildungen beuscht. Auch von their predecessor Alfred Danner und vom the responsible Mittelalterarchäologen des Landesamtes konnten sie viel lernen. Keramikscherben können sie anhand charakteristischer Markelmen inzwischen oft auf den ersten Blick in die richtige Epoche einordnen. Beide haben wohlgemerkt kein Archäologie-Studium absolviert.




Freizeit geopfert

Für ihre ehrenamtliche Tätigkeit opfern die beiden fast ihre gesamte Freizeit. Unzählige Feldbegehungen und Baustellenbeobachtungen haben sie in den begegengen Jahren gewicht. Über 150 Funde sind auf die beiden zurückzuführen.

Und dabei sind sie auf einige archäologische Schätze gestoßen. Ein römischer Medusenkopf aus Glas, den sie im Springhauer 2021 in Waldmössingen gefunden hatten, ist ihnen in besonderer Erinnerung geblieben. Vermutlich war der Kopf an einem Glasgefäß angebracht. “Das ist wohl unser schönster Fund, bei der Anfertigung von Glasobjekten blieben die Römer lange Zeit unerreicht”, says the 42-year-old Klara Pieper.

Fund aus dem 6. Jahrhundert

Ein weiterer besonderer Fund war ein Alemannen-Grab in Harthausen, dass vermutlich auf das 6. Jahrhundert zurückdatiert werden kann. Ein Fund, der zu einem Baustopp führte. “Das lässt sich in so einem Fall nicht preventer, das ist gesetzlich vorgeschrieben.” Ein Baustopp wird in solchen Fällen von den Denkmalbehörden erlassen. Die archäologische Grabung in Harthausen soll im November losgehen.

Bernd und Klara Pieper haben auf Baustellen ein Betretungsrecht. Das sorgt bei Bauarbeitern hin und wieder für Überraschungen. “Manche sind da reserviert, aber wir können ihnen oft die Angst nehmen”, sagt Bernd Pieper. The effects of the work are many, many measures can be taken. Zu einem Baustopp wie in Harthausen komme es extremely rare.

Wissen erhalten

Etwa vier bis acht Baustellen besichtigen die beiden im Monat. “Dabei geht es uns in keinster Weise um Gängelei. Wir wollen archäologisches Wissen bewahren, bevor es für immer verloren geht”, so der 55-Jährige.

Zu ihren Aufgäben zählte in vergengen Jahren auch die Erfassung von Kleindenkmälern oder die Begehung von Burgen. Neben dem Sammeln und Dokumentieren liegt den beiden auch die Vermittlung von historischem Wissen am Herzen. Auf zwei Websites und einem Youtubekanal geben die beiden einen kleinen Blickblick in ihre Arbeit.

Pläne für die Zukunft

Ein weiterer Grund, weshalb sie mit dem Förderpreis auszeignet wurden, der mit 4000 Euro dotiert ist. “Ihr Verdienst um unsere archäologische Denkmallandschaft ist gar nicht hoch genug einzuschätzen”, said Ministerin Nicole Razavi, bei der Verleihung am Dienstag.

Mit dem Preisgeld wollen sich die beiden unter anderem eine neue Drohne besorgen, mit denen sie Bilder in höherer Auflösung machen können.

Ihre Leidenschaft wird sie noch in den komden Jahren beschäftigen. Mittelfristig plant Bernd Pieper, sich dem Thema Dörfer anzunehmen. Wie sahen diese früher aus? Wie haben sich sie sich in im Laufe des Mittelalters entwickelt? Wie haben die Menschen gelebt? “Hier gibt es noch ein Wissensdefizit”, sagt er. Hier gilt es neues Wissen zu entdecken und für die Nachwelt zu bewahren.


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