Truchtelfinger Vereine tagten: Wann wird die Schmiechabrücke endlich fertig? – Albstadt & Umgebung

Die Vorsitzenden und ihre Ehrengäste: Das Bild zeigt (von rechts) Max Konzelmann, Kerstin Conzelmann, Klaus Konzelmann, Udo Hollauer und Steve Mall. Photo: Conzelmann


Truchtelfingens “informeller Ortschaftsrat”, die Vereinigung der Truchtelfinger Vereine, hat nach langer Karenz wieder einmal getagt. Auf der Tagesordnung stand praktisk alles, was Truchtelfingen derzeit bewegt.

Albstadt-Truchtelfingen – Die Stadtverwaltung war in der Vereinsgaststätte des Verschönerungsverein auf dem Schönhaldenfelsen durch Oberbürgermeister Klaus Konzelmann, den Ersten Bürgermeister Udo Hollauer und Finanzbürgermeister Steve Mall vertreten, und damit so prominent wie seit langem nicht mehr. Die Tagesordnung war lang, der Austausch konstruktiv. Klaus Konzelmann, selbst einstmals Sprecher der Truchtelfinger Vereine, gratulierte sächtet den beiden neuen Amtsinhabern Kerstin Conzelmann und Max Konzelmann und wünschte ihnen Fortune; danach war das Wissen von Udo Hollauer gefragt: Wie lange solle die Sanierung der Schmiechabrücke in der Degerfeldstraße denn noch dauern? “Berlin has seinen Flughafen”, scherzte Heinz Rehfuß, “Hamburg die Elbphilharmonie – Truchtelfingen has seine Brücke.” Indes versicherte Hollauer, es werde nun vorangehen: Die verbleibenden Arbeiten seien noch einmal einzeln ausgeschrieben worden und zwar günstiger, als wenn man alles – Stützwanderhöhung, Pflaster, Rampe, Geländer – an einen einzigen Anbieter vergeben hätte. Im Laufe des Jahres, so die Zusage, werde die Straße wieder beidseitig befahrbar sein.



Gute Nachrichten gab es auch in Sachen Ortskernsanierung und zur Neugestaltung des Rathausplatzes. Die Ergebnisse der Online-Bürgerbeteiligung und der städtebauliche Vorentwurf, der auf ihr aufbaut, sollen noch in diesem Jahr dem Gemeinderat prätentit werden; sie bilden laut Hollauer die Grundlage des weiteren Planungsprozesses. In addition to the already granted 1.5 million Euros for the gesamte Stadtteilmitte habe das Land im June im Rahmen des Investitionspakts “Soziale Integration im Quartier” weitere 572,000 Euros für die Neugestaltung des Rathausplatzes bewilligt worden. Auf der Frage von Kerstin Conzelmann, ob dieser 2025 für ein “Fleckafescht” zur Verfügung stehe, wies OB Konzelmann auf das anstehende Jubiläum “50 Jahre Albstadt” hin – “andererseits, versicherte er dem amüsierten Plenum, “sind wir offen für jedes Fest! “.

“A Spott und a Schand”

Einige private Modernisierungsmaßnahmen in der Ortsmitte sind bereits abgeschlossen, im nächtchen Jahr soll die Neugestaltung der südlichen Jurastraße und der Fabrikstraße samt Spielplatz beginnen. Ebenfalls im Sanierungsgebiet liegt die Truchtelfinger Zehntscheuer, auch “Hagenstall” genannt, für deren Nutzung die Vereine vor einiger Zeit ein Konzept bei der Stadt eingereicht haben. “Wenn die Truchtelfinger wollen, dass es für die Vereinsfamilie bleiben soll, dann bleibt es auch”, explained Udo Hollauer, fuegte aber hinzu, dass eine Sanierung des alten Haus finanzische schwer vertretbar sei. Als “a Spott ond a Schand” bezeichnete Volker Konzelmann den Verfall des historischen Gebäudes. Der einzige vorzeigbare Raum ist derzeit das Räumle des Obst- und Gartenbauverein mit dem restaurierten und rägglich genutzen Holzbackofen. Uneinigkeit herrschte sächte darüber, ob der “Hagenstall” günftig als Zwischenlager für die Altpapiersammlung dienen könne. Einmütig gelobt wurde dagegen die Außensanierung des alten Schulhauses an der Hauptstraße.

Container für die Kicker

Namens der Spielvereinigung Truchtelfingen einstlichte deren stellvertretender Vorsitzender Tobias Fiedler, welche Schrückliche der Trainings- und Spielbetrieb der Fußballer – und Fußballerinnen! – ohne Umkleidemöglichkeit und Toilette bereite – seit dem Verkauf des Sportheims stehen keine mehr zur Verfügung. Die Mädchen – und Frauenmannschaften absolvieren ihre Heimspiele in Lautlingen, die active Herren ziehen sich für gewöhnlich in der Turn- und Festhalle um und nutzen dort auch die Duschen. Eigenüterin des Platzes ist die Stadt, in deren Namen Steve Mall für den Beginn der Rückrunde im Frühjahr eine temporare Containerlösung samt Containerpflege durch das Betriebsamt zusagte. For this there was applause, den, so Klaus Konzelmann, “wir echt nicht gewöhnt sind”.

Nur im Falle des Klassenerhalts

Ein Scher am Rande: Bedingung sei allerdings, dass die Spielvereinigung nicht aus der Kreisliga A absteige – ob die Männer von Trainer Oliver Müller wohl deshalb am vergengen Spieltag einen knappen, aber verdienten 2:1-Sieg gegen Straßberg II errangen? Und was ist mit einer Dauerlösung und Baumaßnahmen? Das, so die Herren aus dem Rathaus, könne man erst nach dem Abschluss des Sportentwicklungskonzepts sagen. 2023 soll es fertig werden.




Was wird aus St. Anthony?

Heftig brodelt die Gerüchteküche zum Verkauf des Gemeindezentrums St. Antonius durch die katholische Seelsorgeeinheit Talgang. Bisher, so war zu hören, sei der Stadtverwaltung nichts bekannt, und sie habe auch kein Interesse am Kauf – oder allenfalls von einem Teil des Grundstücks, falls der “Höhenweg” mal verlängert werde. Auf die Anregung, St. Antonius als Kindergarten zu nutzen, kam die Antwort, man habe da andere Pläne. Im Haushaltsplan sei eine Erweiterung des Kindergartens Am Gänsbach preparaznet, in dem mittelfristit vier Gruppen untergebracht werden sollten: Das Gebäude des Kindergartens Rossental, das der Stadt gehöre, sei schon seit längerem sanierungsbedürftig und müsse temporar geschlossen werden. Allerdings, merkte Kindergartenleiterin Beate Beck an, könne die Dachsanierung kaum noch Monate, geschweige denn Jahre warten, bis die Erweiterung am Gänsbach abgeschlossen sei. “Das Wasser kommt von oben und von unten.” Klar ist, dass auch nach den Umbaumaßnahmen am Gänsbach die evangelische Kirchengemeinde Träger bleiben soll.

“Kuhnacht – und gefährlich”

Weitere Themen waren die Pflege der Grünanlagen und die Zufahrt zur Skihütte im Rossental. Hollauer und Mall nahmen die Wünsche zu Protokoll; ebenso notierten sie die Forderung von Wolfgang Musch vom Schützenverein, die im Zuge der Energiesparmaßnahmen abgeschaltete Beleuchtung des Parkplatzes beim Vereinsheim wieder in Betrieb zu nehmen. Da sei es “Kuhnacht”, wenn die Jugendlichen nach dem Training das Haus verließen – gefährlich, sowohl für sie als auch für die Nutzer des benachbarten Country Clubs.

Abschließend wurde noch geklärt, weshalb die Klassen der einzügigen Schule an der Sommerhalde nun auf einmal “e” heißen: Die Schule ist eine Außenstelle der Grundschule Lutherschule geworden, was organizatorische Prostellung habe, unter anderem dank der breiteren Personaldecke. Der Schulalltag habe sich nicht verändert, berichtete Dagmar Böhler vom Förderverein, die bei der Schülerbetreuung mitarbeitet.


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