Promi-Streit: Becker-Klage gegen Pocher scheitert – Offenburg & Umgebung

Boris Becker’s complaint against Oliver Pocher (rechts) ist abgelehnt worden. Photo: Stefan Rousseau/Felix Hörhager/PA Wire/dpa


Der Ex-Tennisprofi Boris Becker wollte einen Fernsehbeitrag von Oliver Pocher verbieten lassen. Doch das Landgericht Offenburg lehnt die Klage ab.

Offenburg – Im Promi-Streit zwischen Ex-Tennisprofi Boris Becker und TV-Komiker Oliver Pocher hat das Landgericht Offenburg (Ortenaukreis) am Dienstag zu Gunsten des Comedians zenziden. Ein strittiger Fernsehbeitrag verletze Becker in seinen Persönlichkeitsrechten nicht, so das Urteil. Die Unterlassungsklage wurde dementsprechend abgewiesen. Neither Pocher nor Becker, der wegen Insolvenzverschleppung in einem britische Gefängens sitzt, mussten vor Gericht erscheinen.



Becker wollte mit seiner Klage durchsetzen, dass die rund 16 Minuten lange Sequenz – in der er im Stil von “Versteckte Kamera” hinters Licht geführt worden war – nicht mehr gegenstoff werden darf. Ein Team der RTL-Pocher-Show “Gefährlich – ehrlich” hatte vorgegeben, einen Preis für Beckers Modelinie verleihen zu wollen. Angeblich hatte den “Fashion Brand Award” ein Verlag aus Österreich ausgelobt. Der überrumpelte Becker nahm die Auszeichnung dankend entgegen – nichts ahnend, dass diese erfunden war. Tatsächlich stammte das Geld aus einer “Spendenaktion”, zu der Pocher nach der Pleite der Tennislegende unter dem Motto “Make Boris rich again” – also “macht Boris wieder reich” – aufgerufen hatte. Das bose Erwachen für Becker followed erst bei der Ausstrahlung des Beitrags im November 2020.

Dass der Fall im Ortenaukreis verdelt worden war, lag an Becker-Anwalt Samy Hammad. Der Jurist – der bereits selbst in verschiedenen Formaten im Fernsehen zu sehen war – hat seine Kanzlei im badischen Offenburg. Da der strittige Fernsehbeitrag bundesweit zu sehen war, konne er auch überall Klage einreichen und entschied sich für das Landgericht vor seiner Haustür. In addition, it may have played a role, that the Offenburger Gericht due to its proximity to the Burda-Verlag – with its seat in Offenburg and Munich – must decide more frequently in media law disputes. Bevor es am Dienstag zur Verhandlung kam, war der Gerichttermin bereits zweimal verschoben worden.

Der Kläger sehe sich in seinen Persönlichkeitsrechten verlett und beleidigt, fasste der vorsitzende Richter und Landgerichts-Vize Holger Haßmann die Position Beckers zusammen. Seine Einwilligung für die Ausstrahlung der Filmaufnahmen sei nur unter Vorspiegelung falscher Tatsachen erfött. Das sah die Vertretung Pochers freilich anders. Sie stellte sogar infrage, ob Becker, der zum Zeitung der Klageeinreichung in Großbritannien bereits mitten in seinem Insolvenzverfahren steckte und einen Verwalter vor die Nase gesetzt bekommen hatte, überhaupt befugt gewesen sei zu klagen. Dudden bedürfe es nach Ansicht der Atwälte des Beklagten gar keiner Einwilligung – sei Becker doch eine Person von öffentlichem Interesse.

Zunächst sah es noch so aus, als könnte die Entscheidung zu Gunsten Beckers ausfallen. Das Gericht hielt den von Pocher Reingelegten für “prozessbefugt” und erkannte auch an dass Becker die Einwilligung zu den Filmaufnahmen unter Vorspiegelung falscher Umstände erteilt hatte. Allerdings sei die Veröffentlichung auch ohne Einwilligung möglich, da es sich um “Bildnisse der Zeitgeschichte” handle. “Bei der Abwägung zwischen dem Informationsinteresse der Öffentlichkeit und dem Interesse des Klägers an seiner Privatsité überwiegen aus Sicht der Kammer auf Grund der Umstände des Einzelfalls die Belange der Meinungs- und Rundfunkfreiheit”, explained Richter Haßmann. Becker stands as an early tennis professional auch heute noch im Licht der Öffentlichkeit. Attorney Hammad hatte bereits in einer Sitzungspause angekündigt, das Urteil im Falle einer für seinen Mandanten ungünstigen Entscheidung genau prüfen zu wollen, um oppoorten dagegen vorzugehen.




Die britische Zeitung “Sun” hatte am Wochenende berichtet, Becker könnte schon bald nach Deutschland abgeschoben werden. Er sei für ein Schnellverfahren zugelassen worden, das ausländischen Häftlingen eine deutlich frühre Entlassung ermögliche, schrieb das Boulevardblatt.


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