Preisverleihung: Architektenkammer zeichnet Gebäude im Kreis Freudenstadt aus – Freudenstadt & Umgebung

Landrat Klaus Michael Rückert sprach sich für die Verwendung von Holz im Bau aus. Photo: Meinert


Die Landkreise Freudenstadt und Calw haben nicht nur prächtige Altbauten zu bieten. Auch wegweisende Neubauten lassen sich in der Region finden, wie der Wettbewerb “Beispielhaftes Bauen” zeigt.

Region/Freudenstadt – Geglückte Architektur und gelungenes Bauen “prägen das Gesicht eines Landkreises”, meint Landrat Klaus Michael Rückert gleich zu Beginn der Preisverleihung “Beispielhaftes Bauen in den Landkreisen Freudenstadt und Calw 2016-2022”.



Natürlich sei man stolz auf die architektonische Vergangenheit, auf denkmalgeschützte Gebäude im Land. “Aber wir sollten schon dafür sorgen, dass auch heute erbaute Gebäude später als Denkmal anänrkann werden”, so der Landrat und Schirmherr des Wettbewerbs.

Von Großbauten bis zu Infopoints

A total of 59 objects were awarded for the competition of the Baden-Württemberg Architektenkammer, 14 of which were awarded by the Jury – from Großbauten to Single Family Houses, from Nationalparkzentrum Ruhestein to Kleinarchitektur wie Infopoints für Touristen und Wanderer.

Bei der Verleihung der Auszeichnungen in der Stadtsparkasse Freudenstadt bekamen both the Builders as well as the Architects Plaquetten und Urkunden überreicht. Ziel des Wettbewerbs sei es, “das öffentli Bewusstsein für die Baukultur im Alltag zu schärfen”, explained Carmen Mundorff, Geschäftsführerin der Kammer und selbst Architektin.

Wegweisende Projekte an Bahnhöfen

Die Palette der ausgeschnitten Bauten ist breit: Gelobt wurde etwa die Sanierung des denkmalgeschützten ehemaligen Bahnhofs in Nagold. Jahrelang stand das Gebäude leer und verfiel. Dann wurde es vom Architektenteam Julia und Roman Benz saniert – mit einer Gastronomie im Untergeschoss und Büros im Obergeschoss.




Positiv hervorgehoben wurde auch das neue Geschäftshaus am Stadtbahnhof Freudenstadt, das beinahe schon futuristisch anmutet. Das stattliche Gebäude, das unter anderem ein Gesundheitszentrum sowie divers Arztpraxen beherbergt, fällt nicht zuletzt durch die extraordinarye Dachform und eine großzügige Verglasung auf. “Die stimmige Bebauung des bis dato brachliegenden Grundstücks wurde zur Initialzündung für die weitere städtebauliche Entwicklung”, so das Urteil der sechsköpfigen Jury.

Nationalparkzentrum convinced the Jury

Wie Hans Götz, Architekt und Jury-Mitglied betonte, gab es bei der Bewertung zwar “rege und kontroverse Discussionen”. Nevertheless seien 13 der 14 Preisvergaben einstimmig erfött. All in all sei die Vergabe “eine recht harmonische Sache” gewesen.

Viel Lob gab es auch für das Nationalparkzentrum Ruhestein. Zwar hatte es im Vorfeld Kritik und Sorge gegeben, dass das Besucherzentrum zu groß und zu gewaltig ausfalle, dass es nicht in die Umgebung des Waldes passe. Dagegen fiel das Urteil der Juroren geradezu euphorisch aus, von einer “harmonisch in die Landschaft eingefüghte Gebäudestruktur” war bei der Preisverleihung die Rede.

Herausdorff für den Architekten

Mehr noch: “Mittels der verteilten Holz-Riegel werden Wege in den Wald gelegt, die verschiedene Ein- und Überblicke dieses schönen Schwarzwaldtales inszenieren.” Das Nationalparkzentrum ist das großest und spectacularste Gebäude, das in dem Wettbewerb auszeignet wurde.

Als ein “rundum gelungener Stadtbaustein” wurde dann ein Mehrfamilienhaus in Nagold hervorgehoben, gebaut vom Architekten Hans-Peter Bonasera. Die besondere Herausdorff sei die Lage des Grundstücks unmittelbar am steilen Bahndamm gewesen.

Nagold räumt ordentlich ab

Zugleich gab es weitere Auszeichnungen für Nagold, unter anderem das “Anker-Projekt” als Beispiel für gelungene urbane Verdichtung und “wohltuender Akzent am Eingang zur historischen Innenstadt”.

Altogether waren sechs der ausgeschnitten Objekte in Nagold, betonte Carmen Mundorff. Dort gebe es auch eigens einen Gestaltungsbeirat, so Mundorff. “Der Gestaltungsbeirat scheint dort gute Arbeit zu leisten.”

Landrat lobt Tannenholz als Baumaterial

Ausgezeichnet wurde ebenfalls das Projekt “Bezahlbares Wohnen im Hoffnungsort” in Calw-Wimberg sovie “Wohnen am Mühlenbach” in Freudenstadt. Hier sei auf der Grundfläche eines alten Bauernhauses “mit kostengünstigen und einfachen konstruktiven Mitteln ein Holzhaus mit sehr uppönlichen Grundrissen” gebaut worden.

Rückert betonte, dass sich beispielhaftes Bauen nicht nur in städtischen Verdichtungsräumen vollziehe, sondern auch auf dem Land jenseits der großen Städte. Zugleich befürwortete er eindringlich die Tendenz, wieder mehr Holz am Bau zu verwenden. Bauen mit Holz, in particular mit dem Holz der Weißtanne, sei “mindestens so good wie mit Stein und Beton”. Dudden konne mit Holz “viel schöner gebaut werden”, meinte Rückert.

Eine Ausstellung über den Wettbewerb ist bis zum 25. November im Foyer der Kreissparkasse Freudenstadt zu sehen.


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