Preis-Schock bei Lebensmitteln – Wie sollen wir uns das noch leisten? – Wirtschaft

Putins brutaler Angriffskrieg auf die Ukraine („Kornkammer der Welt“) kommt auch in Deutschlands Supermarktregalen an.

Bundesagrarminister Cem zdemir (56, Grüne) zu BILD am SONNTAG: Die Versorgung in Deutschland ist gesichert, doch können Preissteigerungen zur Belastung werden – das gehört zur Ehrlichkeit dazu, “Er hase ihre Arbeit machen können“.

Denn: Die Landwirte chzen unter der Kostenexplosion für Energie, Dünge- und Pflanzenschutzmittel. Und das treibt die Preise hoch.

Nachrichten vom Wochenende

Deutschlands größter Schlachter Tönnies verlangt in einem Not-Brief“ an seine Kunden höhere Preise. Im Rindfleisch werden uns bis Ostern die Schlachttiere ausgehen, die nur mit enormem finanziellen Mehraufwand an uns gebunden werden können”, schreibt der Lieferant von Billigfleisch.

Lngerfristig könnte Sonnenblumenöl knapp werden. Erste Supermärkte rationieren bereits den Verkauf. Russland und die Ukraine sind die wichtigsten Exporteure von Sonnenblumenöl. Die ersten Deutschen kaufen nun bereits l auf Vorrat.

^ Andere Engpässe sind Absicht: Große Handelsketten haben russische Produkte aus dem Sortiment genommen, darunter Wodka.


Bitte nur vier Flaschen!  In diesem Supermarkt in Parchim wird das Sonnenblumenöl für die Kunden eingeteilt

Bitte nur vier Flaschen! In diesem Supermarkt in Parchim wird das Sonnenblumenöl für die Kunden eingeteiltFoto: privat

Der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes, Stefan Genth, beschwichtigt: Es gibt überhaupt keinen Grund, in Hysterie zu verfallen. Die Supermarktregale sind voll und sie werden es auch bleiben.“

Deutschland sei Lebensmittelexporteur bei Fleisch, Weizen, Milchprodukten. Heißt: Wir produzieren mehr, als wir brauchen.

Aber auch Genth warnt vor einer Verteuerung von Produkten“ und fordert eine deutliche Absenkung der Stromsteuer und der Abgaben auf Gewerbediesel“.

Helfen könnten zudem die Aufhebung des Sonntagsfahrverbots für Lkw und die Möglichkeit für Nachtlieferungen.

Auch die Parteien der Ampel-Regierung sind alarmiert!

Grünen-Vorsitzende Ricarda Lang (28) sagte BILD am SONNTAG:

Aber das reiche nicht, so Lang: Wir brauchen so schnell wie möglich ein Energiegeld, das an alle Bürger ausgezahlt wird. Damit hat jede und jeder mehr Geld auf dem Konto, am meisten profitieren Menschen mit wenig Geld.“

Auch Finanzminister Christian Lindner (43, FDP) will die Bürger entlasten. Lindner zu BILD am SONNTAG: An einem liberalen Finanzminister ist noch nie eine Entlastung gescheitert.“

Die ersten Milliarden Euro würden zum 1. Juli wirksam, wenn die Länder unseren Senkungen bei Lohnsteuer und Stromkosten zustimmen“. ber Weiteres kann man immer mit mir reden”, so Lindner.


Preis-Schock bei Lebensmitteln: Wie sollen wir uns das noch leisten?
Foto: BILD

Kauffrau Anja von Alm aus Potsdam

Ich bin mit meinem kleinen Laden eh schon coronageschädigt, muss als Pendlerin täglich 60 Kilometer fahren. Tanken macht wirklich keinen Spaß. Ich weiß auch nicht, wo ich noch sparen soll.”


Kauffrau Anja vonAlm (48) aus Potsdam

Kauffrau Anja von Alm (48) aus PotsdamPhoto: Christoph Michaelis

Ehepaar Rusmila and Nihad Nurkic aus Mannheim

Wir haben kein l bekommen, wollen morgen Nachmittag im Schrebergarten grillen. Aber ich hab noch genug l zu Hause, dann lege ich das Fleisch eben vorher zu Hause ein.”


Ehepaar Rusmila and Nihad Nurkic (beide 51) aus Mannheim

Ehepaar Rusmila and Nihad Nurkic (beide 51) aus MannheimFoto: Thomas Lohnes

Ehepaar Gerd (72) und Gabi (71) Niehus aus Goslar

Bei den hohen Benzinpreisen verzichten wir aktuell auf nicht notwendige Fahrten. Zum Bummeln nach Hannover sind wir mit dem Niedersachsen-Ticket der Bahn gefahren. Das war günstiger.“


Ehepaar Gerd (72) und Gabi (71) Niehus aus Goslar

Ehepaar Gerd (72) und Gabi (71) Niehus aus GoslarFoto: privat

Schülerin Marina Stanila aus Potsdam

Ich komme aus Moldawien und kenne es, wenn Engpässe sind. Wir sind eine kleine family. Es wird alles gerade teurer. Nicht ganz einfach im Moment. Und das macht mir alles ein bisschen Angst gerade.”


Schülerin Marina Stanila (20) aus Potsdam

Schülerin Marina Stanila (20) aus PotsdamPhoto: Christoph Michaelis

Rentnerin Ludwika Horn aus München

Mehl gab es heute im Supermarkt nicht mehr, das ist mir aufgefallen. Obst und Gemüse ist auch viel teurer geworden. Ich kann mir das noch leisten, kaufe jetzt aber nicht mehr so ​​wahllos ein.”


Rentnerin Ludwika Horn (79) aus München

Rentnerin Ludwika Horn (79) aus MünchenFoto: © Stefan M. Prager

Bauingenieur Juri Till aus Potsdam

Ich hätte gerne l zum Backen unseres Lieblingskuchens gekauft. Das ist ein Selterskuchen. Aber es war keins mehr da. Das ist nicht schlimm. Wir verfallen nicht in Panik. Unser Kaufverhalten bleibt normal.“


Bauingenieur JuriTill (59) aus Potsdam

Bauingenieur JuriTill (59) aus PotsdamPhoto: Christoph Michaelis

Rentner Frauke und Werner Schulze aus Parchim

Wir müssen jeden Cent zweimal umdrehen und im Moment auf viel verzichten. Obst und Gemüse sind viel teurer geworden. Wir achten beim Einkauf auch immer auf die reduzierten Produkte.”


Rentner Frauke (58) und Werner (56) Schulze aus Parchim

Rentner Frauke (58) und Werner (56) Schulze aus ParchimFoto: Schwarck Media

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