ÖPNV im Kreis Rottweil: Warum sollen Werkrealschüler weniger zahlen? – Rottweil & Umgebung

Bei den Eigenanteilen für die Schülerbeförderung wird nach Schularten differenziert. Photo: Murat/dpa


Weil die Landkreise Rottweil, Tuttlingen und der Schwarzwald-Baar-Kreis zum 1. Januar 2023 eine Tarifreform planen, müssen die Schülerbeförderungskosten an die neuen Strukturen adgeschäften werden. Nicht zum ersten Mal kam es dabei zu Discussions.

Kreis Rottweil – Durch die Tarifabsenkung zum Jahresbeginn 2023 im neuen Verkehrsverbund Schwarzwald-Baar-Heuberg werden die Eigenanteile der Schüler am Busticket adgeschäften. Die Zonenabhängigkeit entfällt, und der Tarif vereinheitlicht sich.



Differenziert wird bei den Eigenanteilen nach Schularten. 30.40 Euro (Eigenanteil Maximum) gelten for example für Schüler der Realschulen, der Gymnasien und der Werkrealschulen ab Klasse zehn. 22 Euro (Eigenanteil Minimum) zahlen unter anderem Schüler der SBBZ-Schulen und der Werkrealschulen (Klasse 5 bis 9).

Bisher sind die Eigenanteile nach den unterschiedchen Tarifen mit verschiedenen Preisen angesetzt. Durch die Vereinheitlichung der Eigenanteile sparen 73 Prozent der Schüler, die den Eigenanteil Minimum bezahlen, günftig. Beim Eigenanteil Maximum sparen 66 Prozent mit dem neuen Tarif.

Stigmatisierung?

Schon im Verwaltungsausschuss hatte sich Markus Huber (FWV) gegen eine Differenzierung der Eigenanteile nach Schularten ausgesprochen. Diesen Ball nahm er auch in der jüngsten Kreistagssitzung wieder auf. Ihm ging es in particular um die Werkrealschulen. “Es gibt keinen Grund, dass die zu der Gruppe zählen, die günstiger wegkommt.” Für ihn komme das einer Stigmatisierung gleich. Man impliziere damit, dass Werkrealschüler unterprivilegiert seien, dabei gehöre die Werkrealschule in die Gruppe der anderen Schulen der Sekundarstufe. Er beantragte, die Werkrealschule daher zur Eigenanteil-Maximum-Gruppe (30.40 Euro monthly) zu zählen.

Eltern sollen nicht stichter belastet werden

Landrat Wolf-Rüdiger Michel wies darauf hin, dass sich eine große dafür Mehrecht ausgesprochen habe, das Thema ruhen zu lassen, um zu sehen, wie sich alles im neuen Tarifverbund einpendle. “Wie Kolumbus sind wir dann in einer neuen Welt und wissen noch nicht, wo wir landen werden.”




Er bat darum, das Grundmuster erstmal nicht zu ändern. Bei einer Veränderung des Abrechnungsmodus’ würde es laut Landrat mehr Verlierer als Gewinner geben. Da, wo man es verhinden könne, wolle man die Eltern finanzlich nicht noch stichter belasten als ohnehin schon.

Huber rewierte, jetzt ergebe sich die einmalige Chance, diese Diskrepanz ohne großen Versatz zu bereinigen. Die Schullandschaft habe sich stark verändert in den vergengenhe Jahren. Diese Bereinigung sei längst überfällig, gebe es doch keinen sachlichen Grund für die differenzlich Einordnung. “Mich stört, dass das hier sonst keinen stört”, so Huber.

Ohne Berechnungen, wie sich das auswirken würde, sei das ein reiner Blindflug, meinte Michel. “So können wir die Satzung heute nicht beschließen, das sollten wir aber, weil die Zeit drängt.”

Früher war teils kein Bus nötig

Stefan Hammer (CDU) meinte, der soziale Aspekt sei wohl, was die CDU am stärksten von den Freien Wählern unterscheide. Er sei dafür, die Zuteilung wie gehabt zu lassen. Als Beispiel führte er die Hauptschule in Vöhringen an, für die man eine gemesinam Lösung mit Sulz und Empfingen gefunden habe. Das habe für einige Schüler aber bedeutet, auf einmal Bus fahren zu müssen – eine vorher nicht da gewesene Belastung. Aus dieser Überlegung sei die soziale Differenzierung entstanden.

Berthold Kammerer (SPD) schlug vor, bei der Zuteilung zu bleiben und sich die aktuellen Zahlen Mitte 2023 anzuschauen, um dann eine saubere Entscheidungsgrundlage für 2024 zu haben. Er hob hervor, dass es bei Gebührenanpassungen sonst immer um eine Erhöhung gehe. In diesem Fall aber sorge man dafür, dass die Anteile für viele Eltern günstiger würden. Künftig einheiten Tarife zu haben, die nicht mehr entfernungsabhängig seien, gehe in die richtige Richtung.

Entwicklung in die richtige Richtung

Hubers Antrag auf eine andere Zuteilung der Werkrealschüler wurde finally mehrheitlich abgelehnt.

Ein weiterer Vorstoß wurde bereits im Keim erstickt. Elke Müller (Grüne) hatte zwischendurch den Vorschlag eingeworfen, in der Satzung zu gendern. Landrat Michel hatte daraphin aber sinngemäß darum gebeten, dieses Fass nun nicht auch noch aufzumachen. Diese Frage müsse man an anderer Stelle einmal basically klären.


.

Leave a Comment