Mehr Sicherheit: Hier bekommt Berlin neue Zebrastreifen

Verkehrssicherheit

Mehr Sicherheit: Hier bekommt Berlin neue Zebrastreifen




Ein Fahrradfahrer überquert einen Zebrastreifen am S-Bahnhof Friedenau.

Photo: picture alliance / dpa

Neue Zebrastreifen sollen für mehr Sicherheit für Fußgänger im Straßenverkehr in Berlin sorgen. Hier sind neue Überwege geplant.

Berlin. Mehr Sicherheit für Fußgänger – das ist auch ein Anliegen des Berliner Senats. 16 neue Zebrastreifen werden daher in diesem Jahr auf Berlins Straßen markiert. Das ist die gute Nachricht. Weniger gut: 32 weitere Zebrastreifen befinden sich zwar in Planung, für sie gibt es aber noch keine Finanzierungszusage. Das geht aus einer Anfrage des Linken-Abgeordneten Kristian Ronneburg hervor.

Diese Fußgängerüberwege in Berlin werden in diesem Jahr umgesetzt:

  • Mitte
    Hannoversche Straße / Hessische Straße
    Hannah-Arendt-Straße / Gertrud-Kolmar-Straße
    Michaelkirchplatz / Legiendamm
    Grenzstraße / Neue Hochstraße
  • Friedrichshain-Kreuzberg
    Schlesische Straße / Cuvrystraße
  • Pankow
    Meyerbeerstraße / Smetanastraße
    Piesporter Straße / Feltmannstraße
    Hauptstraße / Goethestraße
    Pistoriusstraße / Heinersdorfer Straße
    Buchholzer Straße / Charlottenstraße
  • Marzahn-Hellersdorf
    Glauchauer Straße / Klingenthaler Straße
    Jaques-Offenbach-Platz
  • Lichtenberg
    Sewanstraße östlich B.- Grzimek-Schule
  • Reinickendorf
    Heinsestraße 41
    Buddestraße / Königsweg
    Titiseestraße / Waldshuter Zeile

Die mehr als 30 Zebrastreifen, für die es noch keine Mittelzusage gibt, befinden sich in den Bezirken Mitte (4), Friedrichshain-Kreuzberg (5), Pankow (7), Charlottenburg-Wilmersdorf (8), Spandau (1), Steglitz- Zehlendorf (1), Neukölln (1), Treptow-Köpenick (1), Marzahn-Hellersdorf (1) sowie Reinickendorf (3). Zu den geplanten Zebrastreifen gehören etwa der Überweg Schiffbauerdamm / Albrechtstraße in Mitte, Möckernstraße / Obentrautstraße in Friedrichshain-Kreuzberg und Am Friedrichshain / Virchowstraße in Pankow.

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Drei Millionen Euro im Haushalt eingeplant

Im Jahr 2020 wurden 15 neue Zebrastreifen installiert, 2021 waren es nur zehn. Verkehrssenatorin Bettina Jarasch (Grüne) hat versprochen, die Verkehrssicherheit in Berlin deutlich zu verbessern. Dafür will sie weniger Autos und mehr Tempo-30-Zonen in der Stadt. Ein wichtiges Thema sei auch, die Sicherheit an Kreuzungen zu erhöhen, sagte sie kürzlich in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur. “Möglichst nicht erst im Nachhinein, wenn schon ein tödlicher Unfall passiert ist, sondern präventiv”, sagte lei Jarasch.

Klar sei aber, dass es keine entscheidenden Fortschritte bei der Verkehrssicherheit ohne die Mobilitätswende gebe. “Alles, was wir für die Mobilitätswende tun, dient auch der Verkehrssicherheit, sowohl mehr geschützte Radwege, bessere Bedingungen für Fußgänger und Fußgängerinnen, mehr Zebrastreifen oder getrennte Ampelschaltungen.”

Im Jahr 2022 stehen nach Senatsbeschluss drei Millionen Euro für Maßnahmen wie Fußgängerüberwege, Mittelinseln und andere Querungshilfen, etwa Gehwegvorstreckungen, zur Verfügung. Wie die Senatsverkehrsverwaltung auf Anfrage mitteilte, sind die Kosten für einen Fußgängerüberweg sehr unterschiedlich, abhängig von den Planungen und dem baulichen Aufwand. Die durchschnittlichen Kosten für Maßnahmen wie Fußgängerüberwege, Mittelinseln und Gehwegvorstreckungen lägen derzeit bei etwa 60,000 Euros.

Seit 2001 knapp 500 neue Zebrastreifen in Berlin

Seit Einführung des „Zebrastreifen-Programs“ durch die Senatsverwaltung im Jahr 2001 wurden knapp 500 neue Fußgängerüberwege finanziert und umgesetzt. Davor gab es rund 100 Zebrastreifen in Berlin. Von diesen sind heute jedoch mittlerweile einige nicht mehr vorhanden, zum Beispiel weil sie in Ampelanlagen umgewandelt wurden.

Um einen Zebrastreifen einzurichten, müssen die Bezirke, Bürger, Schulen oder andere Initiativen einen Antrag stellen. Dann werden von der Senatsverwaltung Notwendigkeit und Machbarkeit geprüft. Fällt der Bescheid positiv aus, wird die Einrichtung des Zebrastreifens durch die zuständige Straßenverkehrsbehörde angeordnet. Anschließend folgen Planung und Bau.

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