Krieg verursacht massive problem für die Wirtschaft : 21.03.2022, 12.23 Uhr

Der Ukrainekrieg hat spürbare Auswirkungen auf deutsche Unternehmen. Insgesamt sind 78 Prozent direkt oder indirekt vom Krieg oder von den verhängten Sanktionen betroffen…

Das geht aus den Antworten einer Blitzumfrage der IHK-Organization unter 3.700 Unternehmen hervor, an der sich auch 114 Betriebe der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt beteiligt haben.

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Für den Großteil der Unternehmen stellen stark gestiegene Energiepreise und höhere Kosten für Rohstoffe und Vorleistungen eine enorme Belastung dar“, erläutert Mark Bremer, Teamleiter International bei der Industrie-fur und Handelskammer Er und Handelskammer

Der Erhebung zufolge sehen sich 78 Prozent der Betriebe vom Krieg und seinen Auswirkungen geschäftlich betroffen. Im Detail berichten 60 Prozent von steigenden Preisen oder gestörten Lieferketten, 18 Prozent nennen direkte Folgen – etwa den Verlust von Kunden oder Lieferanten. ber 66 Prozent sehen eine Weitergabe der Preissteigerungen an den Kunden als einzige Möglichkeit, wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Preisspirale wird sich weitrdrehen und auf kurz oder lang alle Branchen erreichen“, so Bremer.

Die nach wie vor bestehenden Verzögerungen und Probleme in den globalen Lieferketten als Folge der Coronavirus-Pandemie werden dadurch noch einmal verschärft und sind nach wie vor ein ernstzunehmendes Problem. Das sorgt bei den betroffenen Firmen für eine anhaltende Verunsicherung. Die massiven Auswirkungen durch den Krieg in der Ukraine kommen für die Unternehmen aktuell noch on top“, berichtet Bremer. Besonders alarmierend seien die Ergebnisse aus der Industrie: Drei Viertel der Industriebetriebe leiden unter Störungen in der Lieferkette und Logistik, fast 90 Prozent unter fehlenden Rohstoffen und Vorleistungen. Während nur 9 Prozent sich gar nicht betroffen sehen, spürt rund ein Drittel der Betriebe direkte Folgen von Krieg, Sanktionen und Gegensanktionen – fast doppelt so viel wie in der Gesamtwirtschaft. Es ist zu befürchten, dass sich die wirtschaftliche Erholung als direkte Folge der Entwicklungen weiter verzögern wird. Die Investitionstätigkeit der Unternehmen leidet infolge der geopolitischen Verunsicherungen und der voraussichtlich geringer ausfallenden Unternehmenserträge ebenfalls.

Commentare

muraschke

21.03.2022, 13.07 Uhr

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Laser X

21.03.2022, 13.43 Uhr

Sind das die Goldenen Zwanziger?
Das ist das traurige Ergebnis einer unterbliebenen Politik der Völkerverständigung in den letzten 30 Jahren. Und das, obwohl die Bedingungen hierfür besser waren als je zuvor.

Und da hat sich Deutschland nicht mit Ruhm bekleckert sondern sich im Gegenteil der von den USA betriebenen weltweiten Hetze gegen eine Reihe von Lndern untergeordnet.

Deutschland muss endlich souverän werden und selbst entscheiden dürfen, ob es sich weiter instrumentalisieren lassen muss oder doch besser den Weg der Neutralität beschreitet.

Gehard Gösebrecht

21.03.2022, 14.58 Uhr

Neutralitt ist Schwäche

Nur die Mitgliedschaft in einem starken Militärbündnis garantiert die Unangreifbarkeit im Ernstfall.
Jahrelang wurde Wandel durch Handel propagiert.
Wo das hinführt, sieht man jetzt.
Solche Kaliber wie Putin und Lukaschenko lachen über die Bundeswehr.
Nur nicht über die NATO.
Da ist dann das Lachen vorbei und es wird bei Einmischung in den Ukrainekrieg mit den Einsatz von Atomwaffen gedroht.

flitzpiepe

21.03.2022, 14.59 Uhr

Seit wann

ist denn der LeserX so auf dem Holzweg, dass die Hetze der USA der Grund für den Krieg in der Ukraine ist? Ist sein account geentert worden?
Meinen sie echt, dass der Beitrittswunsch zur Nato laut ukrainischer Verfassung durch die Hetze der westlichen Staatengemeinschaft entstanden ist? Wie kommt es dann, dass nun auch Schweden, Finnland, Republik Moldau lieber heute als morgen auch der Nato beitreten wollen. Sind das für Sie wie die Ukraine also keine souveränen demokratischen Staaten, die selbstbestimmt sich für einen nicht neutralen Weg in Richtung westlicher Wertegemeinschaft entschieden haben?
Neutralität schön und gut, aber irgendwann muss sich auch ein neutraler Staat mal bekennen und kann sich nicht überall raus halten. Siehe aktuell die Schweiz.
Deutschland und Neutralität wäre sicher 1990 möglich gewesen. Aber nicht mit Kohl. Jetzt kann man das vergessen und braucht darüber nicht rumschwurbeln.

PandaR

21.03.2022, 15.20 Uhr

Richtig schlimm diese Verunsicherung deutscher Firmen

Das sind so furchtbare Auswirkungen hier, da muss man sich wirklich überlegen, ob man so grauenvolle Details überhaupt veröffentlichen sollte.
Wenn das jemand in Mariupol, im Keller während des russischen Bombardements liest, der bekommt ja ein Trauma für sein ganzes restliche Leben.
Ich glaube die ukrainischen Menschen wären überglücklich, wenn es noch eine funktionierende Wirtschaft in ihrem Land gäbe, auch wenn sie extrem verunsichert wäre!

Laser X

21.03.2022, 15.42 Uhr

Ich spreche hier aus Erfahrung
Wenn sich in meiner Jugend Schüler in der Pause gedroschen haben, bin ich immer weg gegangen und habe mich keinem Rudel angeschlossen.

Und wissen Sie was: ich verbrachte weniger Zeit meines Lebens mit Wundenlecken. Ich kann also nicht behaupten, dass es mir schlecht damit ging.

Neutralität hat auch was mit Cleverness zu tun. Und vor allem muss man sich nicht für andere verbiegen.

Wolfi65

21.03.2022, 16.01 Uhr

Das ist verkriechen im Opportunismus

Andere im Stich lassen um vielleicht selbst ungeschoren davonzukommen.
Das ist vielleicht eine Option.
Und über allem weht dann Hammer und Sichel auf roten Grund.

Pe_rle

21.03.2022, 17.31 Uhr

Probleme für die Wirtschaft

hat hier ernsthaft jemand gedacht, wenn Sanktionen über Sanktionen kommen das uns das verschont???
Wer austeilt muß auch einstecken können, das sollten die schlauen Herrschaften in der Politik mal endlich begreifen.
Aber wie ist das mit Deutschland, einmischen und überall mitreden wollen.
Wenn Sie 89/90 Ihre Hausaufgaben richtig gemacht hätten , wäre das jetzt nicht so passiert.
Wende und Nachwendezeit verschlafen.
Und wenn hier jemand glaubt das Putin am ende ist, nein der wird uns noch einige Ostereier ins Nest legen.
Die Wirtschaft wird es ausbaden müssen und wir mit.

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