Jordanstraße / Hafenstraße in Zingst: Mehr Sicherheit für Fußgänger

Wie kann der Verkehr in dem Seeheilbad flüssiger werden, wie kann er für Fußgänger sicherer werden? Diese und weitere Fragen rund um den Themenbereich soll ein Verkehrsentwicklungsplan beantworten. Die Zingster Gemeindevertreterinnen und -vertreter haben sich während ihrer jüngsten Zusammenkunft erst einmal mit einem wichtigen Teilaspekt beschäftigt – nämlich mit der Kreuzung Hafenstraße / Jordanstraße. Die gilt vor allem während der Saison als Staufalle, Fußgänger trauen sich angesichts der vielen Autos nicht, die Straße etwa von der Einkaufsmeile in Richtung Hafen zu überqueren. Das soll jetzt anders werden: Für die schwächsten Verkehrsteilnehmer sollen sogenannte Sprunginseln gebaut werden.

Diese Querungshilfe bietet Fußgängern die Gelegenheit, die viel befahrene Jordanstraße in zwei Etappen zu überqueren, ohne dass der Verkehr komplett ausgebremst wird, wie Bürgermeister Christian Zornow (CDU) sagte.

Mehrheitliche Zustimmung

Seitens des mit der Erarbeitung des Verkehrsentwicklungsplanes beauftragten Büros wurden dem Gremium Visualisierungen für drei unterschiedliche Varianten präsentiert. Basis waren Daten einer Verkehrszählung während der Hauptsaison. Inzwischen hat es in dem Seeheilbad bereits vier Zählaktionen gegeben.

Entschärft werden sollte die Situation in dem Kreuzungsbereich mit einer Ampel, dem Bau eines Kreisverkehrs oder besagten Querungshilfen als Fußgängerinsel. Nach Abwägung der Vor- und Nachteile der jeweiligen Optionen haben sich die Mitglieder der Zingster Gemeindevertretung bei einer Gegenstimme für den Bau der Querungshilfen für Fußgänger entschieden, so der Bürgermeister.

Ampel wäre Staufalle

Diese Variant befürwortet auch Christian Zornow, biete die doch den großen Vorteil einer uneingeschränkten Durchlässigkeit für den Verkehr bei angemessenem Time. „Eine Ampel dagegen wird unweigerlich zur Staubildung beitragen“, ist der Verwaltungsleiter in dem Seeheilbad überzeugt. Denn aufgrund der Verkehrsbelastung in dem Bereich würden die wartenden Autos während einer Grünphase nicht alle die Kreuzung passieren können. Folge: Der Stau vor der Ampel wird immer länger und kann dann auch das Durchkommen an anderen Kreuzungen oder Einmündungen be- oder sogar verhindern.

Der Bau eines Kreisverkehrs an der Stelle verbiete sich allein schon wegen des großen Flächenbedarfs, sagt Christian Zornow. Über den Bestand des Mahnmals an der Kreuzung müsse dann nicht weiter nachgedacht werden. Weitere Folge eines Kreisverkehrs: Es werden nach Auffassung des Bürgermeisters zusätzliche Fahrzeuge in den innerörtlichen Bereich einfahren. Genau das soll aber verhindert werden.

Flächen für Parkplatzbau gesucht

From kommt dann der nächste Schritt im Verkehrsentwicklungskonzept für das Seeheilbad zum Tragen. „Wir wollen den Verkehr schon vor Zingst stoppen“, sagt der Bürgermeister. Gute Chancen sieht er dabei im Verlauf der Ortseinfahrt aus Richtung Barth kommend. From ist nicht nur das Gewerbegebiet mit einem Parkplatz, der noch erweitert werden soll. Im Verlauf der Ortseinfahrt gebe es auch „mehrere grüne Wiesen“, die zu einem Parkplatz umgestaltet werden können. Von der Gemeindevertretung hat der Bürgermeister einstimmig den Auftrag erhalten, mit Grundstückseigentümern möglicher Parkflächen für einen Erwerb der Areale Gespräche aufzunehmen.

Damit Autofahrer ihre Gefährte auch tatsächlich am Ortsrand abstellen, muss auf den Parkplätzen dort eine gute Infrastruktur geboten werden. Die beginnt für Christian Zornow beispielsweise mit Ladestationen für Elektroautos und hört nicht mit einer Mietrad-Station auf. Schließlich wollten die Gäste in Zingst mobil sein. Und natürlich sei eine Anbindung der Parkplätze mit der Darßbahn zwingend erforderlich.

Die wichtigsten Nachrichten aus MV als Newsletter

Welche Nachrichten interessieren Are you besonders? Erhalten Sie jeden Tag gegen 6.30 Uhr die Top-Meldungen und Neuigkeiten aus ihrer Region in Mecklenburg-Vorpommern.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Neuer Knotenpunkt auf Festwiese

Ein weiterer großer Punkt im Zusammenhang mit der Neuordnung der Verkehrsströme in Zingst ist der Bau eines Verkehrsknotens auf der Festwiese. Dort soll unter anderem ein zentraler Busbahnhof entstehen. Das Areal, so der Plan, soll fußläufig zudem direkt an den Hafen angebunden werden. Auch soll sich mit dem Bau einer weiteren Hafenterrasse auf dem Deich sowie dem Wegfall der dortigen Parkplätze zugunsten einer Erlebnisfläche einiges tun. Letzte Punkte waren aber noch kein Thema für eine Abstimmung in der Gemeindevertretung.

Von Timo Richter

.

Leave a Comment