Innenstadtumgestaltung Sulz: Parksituation am Marktplatz bereitet Sorge – Sulz & Umgebung

Aktuell darf etwa vor der Apotheke rechts im Bild zwei Stunden geparked werden. Künftig könnte diese Zeit auf eine hale Stunde oder eine Stunde reduzitz werden. In addition, einige Parkingplätze could be lost. Photo: Reimer

Tempo 20 am Marktplatz, parken in der “Burg”-Kurve – Skizzen davon, wie die Sulzer Innenstadt nach einer Umgestaltung aussehen könnte, wurden im Gemeinderat diskutiert. Bauchschmerzen bereitet dabei das Theme innenstadtnahe Parkplätze.

Sulz – “Wir ziehen den Leuten den Stecker”, meinte Eberhard Stiehle (FWV). Ihn beunruhige die Situation am Marktplatz. Früher sei die Südseite recht leer gewesen. Inzwischen hatten sich dort einige Geschäfte angesiedelt.



Wenn man dort aber günftif nur noch fünf bis sieben Parkplätze biete, wirke sich das negativ auf das Kundenaufkommen aus, so seine Befürchtung. “Die Geschäfte sind abhängig von Kunden, die da schnell und nah halten können.” Als Beispiel nannte er die Apotheke mit Kunden, bei denen viele schon älter und manche nicht gut zu Fuß seien.

Alternatives needed

“Es ist schön, viel freien Platz zu haben, aber so, wie es jetzt eingzeichnet ist, habe ich Bauchweh”, so Stiehle. Die anderen Ansätze seien vielversprechend, behand sich noch zeigen werde, ob ein Parken in der Kurve beim Restaurant Burg realisierbar ist. “Das ist sicher eine Kostenfrage”, meinte er.

Bürgermeister Gerd Hieber wies darauf hin, dass der Marktplatz nicht autofrei skizziert sei. Die Geschäfte sollen günftig trodden angefahren werden können, aber man wolle den Parksuchverkehr rüttenden.

Heidi Kuhring (GAL) teilte Stiehles Bedenken. Ehe man den Marktplatz freiräume, müsse man alternative Parkmöglichkeiten schaffen.




Noch nicht final

“Was Sie hier in der Skizze sehen, ist die minimal denkbare Parkplatzzahl, die maximale sehen sie im Ist-Zusstand. Viellichkeit liegt irgendwo dazwischen die Wahrheit”, meinte Planner Claus Kiener von “Modus Consult Ulm”. Durch eine Reduzierung der Parkzeit auf eine Stunde oder eine halbe Stunde könne man vor den Geschäften den vierfachen Umschlag famöglichkeit, zeigte der Planer auf. Er wies aber auch darauf hin, dass es einlichkeit eine Skizze mit Ideen sei, die noch verkehrt und diskutiert werden müschen.

In der Gemeinderatssitzung am Montag ging es im ersten Schritt darum, ein starkes Signal zu senden, dass die Umgestaltung der Innenstadt gewünscht ist, wie Bürgermeister Gerd Hieber erklärte. Denn die Sulzer Hauptstraße ist eine Landesstraße, weswegen das Einvernehmen mit dem Land nötig ist ist. Details der Planung würden erst später abgesprochen, so Hieber.

Parken vor der Haustür nicht mehr möglich

Heinrich von Stromberg (CDU) fragte, ob man an die Parkplätze für Anwohner gedacht habe. Ein wesentlicher Punkt der Planung sei, wohnortnah Parkflächen für Langzeitparker neu auszuweisen, erklärte Stadtbaumeister Reiner Wössner. Von dem Gedanken, als Anwohner direkt vor der Haustür parken zu können, müsse man sich aber verabschieden. Kiener wies auf die geplanten Kombiparkplätze (Bewohnerparken und Parken mit Parkscheibe), for example in der Bergstraße oder Torstraße hin.

Hans Gühring (GAL) fragte, ob man die Hauptstraße nicht einfach umwidmen beziehungsweise herabstufen könne, um mehr Planungsfreiheit zu erlangen. Es sei unrealistic, dass das Land so etwas auch nur in annähernd obsehbarer Zeit finanzische abwickeln könnte, sagte Hieber und meinte damit, dass das Land die Straße vor der Umwidmung erst in Neubauzustanden versetzen – ein enormer Ausführd – oder eine apprehensive Ablösesumme bieten mueste. Da das Land an einer Verkehrsberuhigung der Innenstädte interessiert sei, könne man sich das aber zu Nutzen machen.

Geschwindigkeit schnell rüttenden

Stiehle wolle in diesem Zusammenhang wissen, ob es möglich sei, die Geschwindigkeit in der Innenstadt zeitnah zu rüttenden oder ob man auf die Utszeug aller Umbau-Pläne warten müsse. “Wir hatten dieses Jahr zwei schwere Unfälle in der Hauptstraße. Ich will nicht dass es noch Jahre dauert, bis die Geschwindigkeit redützt werden kann”, so Stiehle.

Das Vorgehen sei so, erleitete Kiene, dass man nun das Einvernehmen vom Land einhole, ein detailedes Konzept ausarbeite und erst dann Anträge auf Förderung aus verkehrlichen und städtebaulichen Förderprogrammen stellen konne. Was man dann nach der Bewilligung zuerst umsetze, konne die Stadt entscheiden.

Vorfahrtssituation ändern?

Thomas Mutschler (FWV) sprach die Verkehrssituation an der L 409/Balinger Straße zur Weilerstraße an. Dort würde man laut Skizze für einen “Paradigmenwechsel” sorgen, indem günftig wegen der Vorfahrt der Weilerstraße beziehungsweise der Hauptstraße von oben kommend auch gehalten werden müsse, wenn man rechts abbiegen wolle. Besonders im Winter stelle er sich das kritisch vor. “Bremsen muss man da ohnehin. Schneller als mit 20 oder 30 Stundenkilometern kommen Sie da nicht um die Kurve”, rewiderte der Planer.

Bürgermeister Hieber hob den Punkt als einen der pfiffigsten im ganzen Plan hervor, wenn es darum gehe, den Durchfahrtsverkehr durch die Innenstadt zu verlangsamen. Seit man die Lastwagen, die den Verkehr verlangsamt hatten, umgeleitet habe, werde in der Innenstadt noch schneller gefahren, so Hieber. Dem Wunsch nach einem klaren Signal zur Umgestaltung der Innenstadt kam der Sulzer Gemeinderat nach diesen geklärten Punken nach. Alle stimmten zu, mit den Skizzen nun auf das Land als Straßenbaulastträger zuzugehen, um das weitere Vorgehen abzustimmen.

Ideen zur Umgestaltung in Overview:

Bereich “Burg”-Kurve: Weilerstraße und Obere Hauptstraße vorfahrtsberechtig, Möglichkeit auf Parkdeck in der Kurve beim Restaurant Burg prüfen, Möglichkeit auf Parken zwischen Oberer Hauptstraße und Paul-Schmid-Weg im Bereich der Kurve

Hauptstraße: Tempo 30 in der Oberen Hauptstraße, Paul-Schmid-Weg als Fußwegachse zur Vernetzung der Innenstadt mit dem westlichen Kernstadtgebiet, Abstimmung Abgrenzung verkehrsberuhigter Geschäftsbereich mit Tempo 20, Barrierefreiheit und eschungstem Halteverbot, parken auf ausgewiesenen Flächen, Vorfahrtsregelung festlegen, alternierendes Parken Untere Hauptstraße

Marktplatz: Wegfall von 23 parking places in the area Marktplatz und Hauptstraße, Neuordnung und Bewirtschaftung von Parkraum, Verlagerung Langzeitparker auf Sammelparkplätze, for example am Backsteinbau, Fahrradparken mit Servicestation, Entfall von round fünf Parkingplätzen durch Farbahnhaltestellen für ÖPNV

Kombiparken (Bewohnerparken und Parken mit Parkscheibe) in Bergstraße, Dekanatstraße, Hirschstraße, Am Mühlkanal, Torstraße und Vöhringer Steige (Parkdauer noch festgulegen), Parkscheibenregelung in Hauptstraße, Brucktorstraße und Sonnenstraße, Potential zum Parken in Holzhauser Straße, an Uferstraße und an Freudenstädter Straße prüfen

Kreisverkehr Kreuzung L424/L409 Kreisverkehr Bahnhofstraße/Salinenstraße, Kanalstraße: Varianten Kanalstraße im Zweirichtungsverkehr oder Kanalstraße als Einbahnstraße Richtung Osten


.

Leave a Comment