Für Chinas Wirtschaft wird es ungemütlich: Binnekonsum durch Lockdowns eingebrochen

Wachstumsziel ist nicht mehr erreichbar

Für Chinas Wirtschaft wird es ungemütlich

Peking.Es ist erstaunlich, in welch kurzer Zeit sich das Blatt gewendet hat: Seit Mitte 2020, zu Beginn der Pandemie, wirkte China dank seiner raschen Erholung stets als Stütze für die stotternde Weltwirtschaft. Nun ist der gegenteilige Fall eingetreten: Das Reich der Mitte hängt stark von der europäischen Nachfrage ab, da der heimische Binnenkonsum vollständig eingebrochen ist.

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Am Mittwoch hat das Pekinger Statistikamt seine Handelszahlen für März ausgegeben, und erneut sind die chinesischen Daten für eine handfeste berraschung gut.

Dies wird unter anderem auch dazu führen, dass China das laufende Kalenderjahr mit einem Rekordhandelsüberschuss abschließen könnte. Doch sei dies kein Grund zur Freude, analysiert Michael Pettis von der Peking-Universität: Denn der berschuss habe weniger mit einem starken Fertigungssektor zu tun, sondern deute vor allem auf tiefgreigenchafte wich wi Ungleichschenb wich wi Ungleichschenb wich Ungleichschenb wich über zu niedrige Löhne verfügen und zu wenig konsumieren.

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Importe sinken überraschend

In den Handelsdaten von März spiegelt sich dies in einer zweiten, noch viel größeren berraschung wider: Bei den Einfuhren wurde in den Prognosen ein Importwachstum von rund 8 Prozent erwartet, doch statt der 0 Im.

Dies ist insbesondere für die Unternehmen aus der Europäischen Union eine herbe Enttäuschung. Diese lieferten im März 11,6 Prozent weniger Waren als noch im letzten Jahr, die Importe aus Deutschland sind mit 9,8 Prozent ebenfalls stark gesunken.

Corona-Test für alle Einwohner: Armee hilft in Shanghai bei Eindämmung der Pandemie

Die Behörden in China haben beschlossen, alle 26 Millionen Einwohner im von der Pandemie schwer betroffenen Shanghai zu testen.

Dabei ist der schwächelnde Konsum in China nur ein Vorgeschmack für das, was noch kommen wird. Der Lockdown in Shanghai, der wirtschaftlich wichtigsten Stadt des Landes, hat sich nämlich erst im April wirklich zugespitzt: Noch immer ist die absolute Mehrheit der 26 Millionen Einwohner in ihre Wohnungen eingesperrt. Der Hafen ist zwar nach wie vor in Betrieb, doch die Frachtcontainer stauen sich bereits. Auch die Lastwagen können ihre Ladungen nicht mehr abliefern, da etliche Städte aus Angst vor einer Verbreitung des Virus ihre Autobahnausfahrten dicht machen.

China wird Wachstumsziel für 2022 nicht mehr erreichen können

Der mediale Fokus liegt zwar auf Shanghai, doch mehr oder weniger ist das ganze Land von Ausgangssperren betroffen: Laut einer Analyse des japanischen Finanzdienstleisters Nomura sind derzeit 45 Städte und über 370 Millionen Chinese im Lockdown.

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Für China bedeutet dies also, dass kurz- und mittelfristig harte Zeiten bevorstehen. Das ausgegebene Wachstumsziel von 5,5 Prozent für 2022 wird das Land nicht mehr erreichen können, womöglich sogar stark verfehlen. Dabei wäre gerade jetzt ein hohes Wachstum immens wichtig.

Es gibt dies Jahr allein mehr als zehn Millionen Universitätsabgänger – das ist mehr als die Gesamtbevölkerung anderer Länder“, sagt Yao Jingyuan, ehemaliger Chefökonom des nationalen Statistikamts. Er ist sich sicher: Der Druck auf den Arbeitsmarkt ist beispiellos.“

Denn bislang gilt eine Faustregel: Pro einprozentiges Wachstum des Bruttoinlandsprodukts werden in China zwei Millionen Jobs kreiert. Doch nicht zuletzt wegen der Pandemie kann die Volksrepublik den Bedarf keineswegs mehr decken: Denn angesichts geschlossener Grenzen werden praktisch sämtliche chinesischen Arbeitseinsteiger in ihrem Heimatland blei. Sollte dieses ihnen keine wirtschaftliche Perspektive bieten können, steigt die Gefahr sozialer Unruhen. Schließlich lautet das implizite Versprechen der Parteiführung an die Bevölkerung, dass die Zukunft unter ihrer Führung stets besser wird.

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