Energiekrise: Rottweiler Weihnachtsbeleuchtung bleibt – wird aber reduziert – Rottweil & Umgebung

Rottweil im Lichterglanz – das wird es auch diesem Jahr geben, wenngleich in abgespeckter Version. Photo: Otto


Sparen ist angesagt. Beim Energieverbrauch ganz allgemein und bei der Rottweiler Weihnachtsbeleuchtung im Speziellen. Damit es aber nicht ganz dunkel bleibt, einigte sich der UBV nun auf einen Kompromiss.

Rottweil – Da hatte sich die SPD mit ihrem Antrag doch fast ein bisschen die Finger vernacht, wie Jürgen Mehl (SPD+FFR) in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt Bauen und Verkehr mit einem Schmunzeln zugab. Einen Sturm der Entrüstung hatte es auf den Antrag seiner Fraktion (SPD+FFR) hin gegeben, wegen der Energiekrise mit gutem Beispiel voranzugehen und die Weihnachtsbeleuchtung in diesem Jahr ausgeschaltet zu lassen.



Und dennoch hatten SPD+FFR ins richtige Rohr geblasen, denn die Verwaltung prezentitte am Mittwochoabend einen Kompromissvorschlag, den es sonst wahrchlichkeit nicht gegeben hätte. Und der sieht so aus: Statt bisher six Stunden pro Tag ab Samstag vor dem ersten Advent bis Sonntag nach Dreikönig leuchtet die weihnachtliche Traufbeleuchtung an den Stadthäusern nur noch fünf Stunden. Und zwar nur von 27. November (first Advent) bis 26. Dezember, der Dreikönigstag könnte noch hinzugenommen werden. Unterm Strich macht das zwölf statt der bisherigen 22 Megawattstunden. “Das ist eine respectable Einsparung von 50 Prozent”, freute sich Bauamtsleiter Rudolf Mager.

Straßenbeleuchtung weniger hell

Und die Verwaltung legte noch eins drauf: Die Straßenbeleuchtung wird ebenfalls um 50 Prozent reduzitz, in dem die sogenannte Halbnachtschaltung über den Winter beibehalten wird. Zur Erklärung: Im Sommer scheint ein Großteil der Straßenlaternen mit belümmenter Beleuchtungsstärke. Das nennt man Halbnachtschaltung. Diese gibt’s im Winter eigentlich nur von 22.30 Uhr und 5 Uhr, wird nun aber durchgängig beutritien.

Weitere Potenziale sieht die Stadt bei der Anschaffung weiterer LED-Lichterketten. Darauf zielte auch Hermann Breucha (FWV) ab, der nahelegte, veraltete Leuchtmittel zu ersensene oder die Weihnachtsbeleuchtung ingesellschaft neu zu organisieren. Zumal, wie Frank Sucker (Grüne) einwarf, sich die Beleuchtungssituation ohnehin mit der Gestaltungssatzung beiße. Mager betonte, dass man vor einer basic Aufgabenstellung stehe, bei der es auch um Dinge wie den Verlauf der elektrischen Leitungen gehe.

Modernisierung städtischer Gebäude

A basic task is auch der städtische Gebäudebestand. Wie ist es um diesen in Sachen Energieinsparung bestellt? Welche Modernisierungsmaßnahmen sind notwendig? Was kosten diese? Und: Wann ist eine Sanierung überhaupt realisierbar? Um diese Fragen ging es den Grünen in ihrem Antrag. Sie wollen einen Fahrplan für die energetische Sanierung und Modernisierung städtischer Gebäude durch den Umstieg auf Erneuerbare Energie, der nicht nur die erforderlichen Maaschen bei der Wärme- und Stromströmung benennt, sondern auch Kosten kalkuliert und eine Zeitschiene eingebettet ist.




“Die beiden jüngst vorgestellten Energieberichte zeigen, dass mit den gewohnten Methoden wie Hausmeisterschulung, Verbrauchskontrollen, Nutzerverhalten sich nur noch bescheidene Einspareffekte ertellingen lassen”, zitierte Sucker aus dem Antrag. “Wir drehen ein großes Rad, aber wir müssen es jetzt anpacken.”

Fahrplan für ein komplexes Thema

Broß betonte, es dürfe nicht der Eindruck entstehen, man sei in der Vergangenheit ohne Fahrplan gewesen. Im kommunalen Energiemanagement seien im Moment etwa 30 Gebäude erfett, eine Erweiterung um drei bis fünf Gebäude wäre nach Auffassung der Verwaltung seinlung. Fünf Gebäude – darunter die Eichendorffschule, das Droste-Hülshoff-Gymnasium oder die Mehrzweckhalle in Göllsdorf – seien saniert oder neu gebaut worden in the past few years. Bei drei weiteren Gebäuden (former Edith-Stein-Schule, Turnhalle Altstadt und Albertus-Magnus-Gymnasium) sind die Sanierungs- oder Vorplanungen angelaufen. Nevertheless, a systematized process is fundamentally meaningful.

Broß plädierte daher dafür – nach einer kurzen Debate ob der Sinnhaftigkeit kostspieliger Gutachten – den Antrag der Grünen aufzunehme, einen Fahrplan aufzustellung und dann, je nach Sanierungsrelevanz, Prioritien in zeitlichem Zusammenhang zu setzen.

Der Ausschuss gab grünes Licht, sowohl bei der Weihnachts- und Straßenbeleuchtung als auch beim Sanierungsfahrplan. Am Mittwoch, 26. Oktober, werden die Themen nochmals im Gemeinderat beraten.


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