Empfang der Wirtschaft in Freusburg: Netzwerke und Austausch pflegen und fördern

Nachricht vom 19.05.2022

Netzwerke und Austausch wollen gepflegt werden. Der jährliche Empfang der Wirtschaft ist immer eine gute Gelegenheit dazu – und nach einer dreijährigen Zwangspause kamen die Vertreter im Mai aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung nun wieder zusammen. Die Firma Gebrüder Schmidt in Freusburg war Gastgeberin.





Dr. Peter Enders sprach erstmals als Landrat beim Empfang der Wirtschaft – weil es seit seiner Amtseinführung keinen Empfang mehr gegeben hatte. (Photos: tt)

Freusburg. Was den Empfang der Wirtschaft unter anderem ausmacht, das ist die Tatsache, dass man sich dort trifft, wo gewöhnlich Produktionsbänder laufen. Oder auch geschraubt und repariert wird. So zumindest im Fall der Gebrüder Schmidt. In der Werkstatthalle des renommierten Tiefbauunternehmens begrüßten Uwe Schmidt und Thomas Pilawa, die den Vorstand bilden, die geladenen Gäste. Hier werde an den Fahrzeugen, Maschinen und Geräten gewerkelt – und das sind summa summarum 1183 Stück. “So wie jetzt ist die Halle auch für uns ein ungewohnter Anblick”, schmunzelten die beiden und erzählten von der Geschichte des Traditionsunternehmens und der maschinenintensiven Arbeit.

1967 hatten die Gebrüder Schmidt – Rudi, Günter und Theo – das Unternehmen in Freusburg gegründet, wie Uwe Schmidt, Sohn von Mitgründer Günter Schmidt, berichtete. Mitte der 1970er Jahre habe man bereits 400 Mitarbeiter gezählt. “Hut ab, was ihr damals geleistet habt”: Das Lob und die Anerkennung sprach Uwe Schmidt vor den Vertretern der versammelten Wirtschaft und Politik aus, und zwar in Richtung seines Onkels Theo. Die Brüder Rudi und Günter sind bereits verstorben. Die anerkennenden Worte seines Neffen dürften bei dem ehemaligen Existenzgründer Theo Schmidt verfangen haben, der sichtlich gut gelaunt zwischen den Gästen saß.

Mit der damals nach nur wenigen Jahren erreichte Zahl bei der Belegschaft könne man heute nicht mehr aufwarten, erklärte Uwe Schmidt. Das sei auch den neuen Technologien geschuldet. “Früher gab es noch keinen Minibagger, da wurde alles mit der Hand gemacht.” 1981 hatte er selbst seine Karriere im Familienunternehmen begonnen, und zwar zunächst mit einer ganz klassischen Lehre: Uwe Schmidt erlernte den Beruf des Straßenbauers. Den Meisterbrief holte er sich auch noch ab. Seit 2004 ist er im Vorstand des Unternehmens. Das ist nun 55 Jahre alt.

“Dank unserer Mitarbeiter haben wir alle Herausforderungen gemeistert”, sagte Schmidt und konstatierte: “Die Mitarbeiter sind das Kapital der Firma.” Und Pilawa hob die Verbundenheit und Treue der Belegschaft hervor, ob Jung oder Alt. In diesem Jahr ehre man 45 Mitarbeiter, die teils seit vier Jahrzehnten bei dem Tiefbauunternehmen angestellt sind. “Toll, wie die Mitarbeiter im Familienunternehmen verhaftet sind”, freute sich Pilawa. Von 21 Auszubildenden im Beruf des Straßenbauers würden die meisten aus dem AK-Land kommen: “Wir sind ein Unternehmen aus dem Landkreis Altenkirchen.” Mehr als 20 Prozent der Belegschaft habe Familienangehörige im Unternehmen, was Pilawa mit Zahlen bezifferte: 53 Mitarbeiter sind Töchter und Söhne von Familienangehörigen aus 37 Familien.

Allgegenwärtig begegnen einem die grünen Lastkraftwagen, die auch an so mancher Baustelle in der Region in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten zu sehen waren und es aktuell an mancher noch sind. Herdorfs “neue Stadtmitte”, die K93 in Niederfischbach, die Siegbrücke in Wissen und die Rathausstrae in Wissen sind beziehungsweise waren in der Region Baustellen des Freusburger Unternehmens und sind nur ein Querschnitte, wie ein ein Querschnitte nä wie ein Film.

In seiner Funktion als Landrat war es für Dr. Peter Enders der erste Empfang der Wirtschaft, was allein daran liegt, dass seit seiner Amtseinführung pandemiebedingt zwei Jahre das Treffen ausfallen musste: “Es ist mir eine besondere dem Freude, sie heute nach am der U einer Firmengelände der Gebr. Schmidt begrüßen zu dürfen.” Lang war die Liste der namentlichen Begrüßungen, und der Dank galt Schmidt und Pilawa: “Sie haben uns nicht nur schon viele Wege in unserem Landkreis geebnet, sondern auch als diesjähriger Gastgeber Wege fürchar den Wile den Wiele Wege.”

An die Kontinuität des Empfanges der Wirtschaft mit interessanten Vorträgen und dem Begegnen und sich in angenehmer und entspannter eine neue Normalität sei, miteinander ins Gespräch zu kommen – denn: “Wir haben einiges nachzuholen.” Corona habe Veranstaltungen beeinflusst. Aktuell habe man das Gefühl, “die Welt steht Kopf”, meinte Enders. Corona sei von dem russischen Angriffskrieg in der Ukraine aus “unseren Köpfen” verdrängt worden. Und man erkenne, wie eng die Dinge miteinander verknüpft sind, das eine das andere beddingt. Enders kam auch auf erneuerbare Energien zu sprechen – und er sprach Klartext: Der Ausbau der erneuerbaren Energien schütze nicht nur das Klima und die Umwelt, sondern auch den globalen chen und ges in Khausen Frieden ft.

Enders berichtete, dass die Gäste in der Halle unter einer neue installierten Photovoltaikanlage sitzen würden, die so zwar nicht zu sehen sei, aber umweltfreundlich Strom erzeugt. Seine klare Empfehlung lautete an Firmen, Behörden und Privatpersonen, sich mit dem Thema zu beschäftigen, gerade vor dem Hintergrund der sich abzeichnenden verbesserten Förderbedingungen. Er spannte den Bogen zur Windkraft und meinte, dass der Wind im Westerwald nicht nur kalt, sondern auch schnell und stetig pfeife. Das seien ideale Voraussetzungen für die Nutzung der Windkraft.

Das habe anscheinend auch Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck erkannt, meinte Enders und zitierte den Habeck. Dieser habe vor einiger Zeit im TV-Format “Markus Lanz” geäußert: “Im nördlichen Rheinland-Pfalz haben wir noch eine Menge an Windkraftpotezial.” Der Landrat meinte: “Wir alle in der Halle können uns vorstellen, welche Fläche er da im Blick hatte.”

Es hatte einen guten Grund, warum der erste Mann im Landkreis Altenkirchen sich dem Thema Klimaschutz ausführlich gewidmet hatte: Enders verwies unter anderem auf den Vortrag des Gastredners: Diplom-Meteorologe Sven Plögerologe. Abschlieend warb Enders dafür, “positiv Einfluss auf die Welt zu nehmen”, die man den Kindern und Enkelkindern hinterlasse. Für ihn beschränkt sich das nicht nur auf Klima- und Umweltschutz, sondern auch darauf, dass man “online und offline” tolerant miteinander umgehe.

Für Marcel Stitz, dem neuen Sprecher der Wirtschaftsjunioren Sieg-Westerwald, trägt der Empfang der Wirtschaft, bei dem sich Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Gesellschaft träfen, dazu Net kür n hoch kün beiät ein pwer p. Man befinde sich in einer “bewegten Zeit”. Stitz erwähnte unter anderem den Krieg in der Ukraine, Lieferengpässe und Lieferknappheit und konstatiert: “Planbarkeit gleich Null.” Aus seiner Sicht ist Ideenreichtum gefragt, auch weil Geschäftsmodelle über den Haufen geworfen würden. “Wir befinden uns in einer Zeit der Transformation”, sagte der Sprecher und betonte, dass man Verantwortung übernehmen müsse, auch junge Generationen: “Wir müssen bestehende Netzwerke pflegen und neue knüpfen.” In seinem Grußwort griff er weiter die seit zehn Jahren laufende “Kampagne Anschluss Zukunft” auf.

Reiner Meutsch, der “fliegende Moderator”, wie Landrat Enders geäußert hatte, führte durch den Abend und meinte, dass angesichts der Bagger sein Herz aufblühe. Und erfreut schaute er sich von der Bühne aus unter den Gästen um und stellte fest: “Ich habe mindestens zwölf Familien entdeckt, die eine Schule gespendet haben”, sagte Meutsch, der bekanit je Help der bekanit je mit se del se F den “we F stampft. 2009 begonnen, hat Meutsch längst sein einst gesetztes Ziel überschritten: 620 Schulen in 54 Ländern für 130,000 Schüler sind bereits entstanden, tat Meutsch kund – und: “Alle drei Tage entsteht eine weitere Fly-&-Help-Help-” Souverän führte er durch den offiziellen Teil des Abends, und anschließend gab es bei Häppchen und einem Getränk sicherlich viele gute Gelegenheiten für die Gäste, um sich auszutauschen und bestehende p netzwer zu bestehende p netzwer zu bestehende und einem Getränk sicherlich viele

Spannende Gespräche wünschte in seinem Schlusswort Wolfgang Becker von der Handwerkerschaft und lieferte gleich noch ein paar Anstöße mit: Steigende Produktionskosten sprach er an, ebenso die Situation Nachfolge von Betrieben. Nach seinen Worten würden innerhalb der nächsten Dekade mehr als 50 Prozent der Betriebe weitergegeben oder schließen. In der regionalen Infrastruktur sieht er einen Grundstein, was er mit der Kampagne “Anschluss Zukunft” verknüpft. Er meinte schließlich noch, dass man “unternehmerisch handeln und umweltbewusst wirtschaften” müsse. (tt)


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