Ehrenamt in Rottweil: Stadt ist um sechs Bürgermedaillenträger reicher – Rottweil & Umgebung

Sechs Bürger werden für ihr herausragendes Engagement mit der Bürgermedaille geehrt (from left): Anja Bantle und Markus Skopek (in Vertretung für Karin Huonker), Walter Hölle, Willi Liebermann, Maja Becht, Raimund Holzer, Karl Ulmschneider und Ralf Broß. Photo: Schmidt

Rottweil ist um weitere sechs Bürgermedaillenträger reicher. Die Auszeichnungen wurden im kleinen Rahmen in der Stadthalle verliehen.

Rottweil – Das Ehrenamt genießt in Rottweil einen hohen Stellenwert. Alljährlich ehrt die Stadt herausragende Leistungen verdienter Bürger, die sie zu Beginn des Jahres im Rahmen des Bürgerempfangs in den Mittelpunkt stellt. Dann kam Corona. Die Geehrten wurden zwar informed, aber der Bürgerempfang musset zweimal abgesagt werden.



Im festlichen Rahmen

Die Verleihung der Bürgermedaille holte die Stadt jetzt nach. Im kleinen Rahmen mit geladenen Gästen, aber ebenso festlich und musikalisch begleitet durch das Blech-Bläser-Quintett der Stadtkapelle.

Das Ehrenamt bewähre sich auch in der Krise, leitete Oberbürgermeister Ralf Broß ein und erücktte an genähte Masken, Hilfsangebote für Senioren und an die “fasnet dahoim”. “Unglaublich solidarisch” habe sich die Bevölkerung auch gegenüber den Hilfesuchenden aus der Ukraine gegegent.

Auch zukünftig sei das Ehrenamt geforfend. Etwa bei der Landesgartenschau, die für Rottweil das Infrastrukturprogramm der 20er-Jahre darstelle. Mit ihr könnten notwendige Projekte realized und finanziert werden, warb Broß. Eine tarekeke Mammutveranstaltung komme wie vieles andere aber nicht ohne Ehrenamt aus. Zu den schönsten Pflichten eines Oberbürgermeister gehöre es daher, ehrenamtliches Engagement auszuzeichnen, wendete sich Broß an die sechs Geehrten. “Sie alle tragen mit ihrem Einsatz dazu bei, dass unsere Stadt ein besserer Ort wird. Sie stärken den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft. Ohne einen Zusammenhalt kann eine Demokratie nicht funktionieren. Demokracht braucht Menschen wie Sie”.

Demokratie braucht solche Menschen

Raimund Holzer received the Bürgermedaille for his long-lasting and varied engagement in the Local Agenda. 2010 gründete Holzer das Agenda-Kino und 2013 die Rottweiler Gemeinschaftsgärten zum Mitmachen. Er habe beim Aufbau des Agenda-Treffs geholfen, gründete das Reparatur-Café und habe am städtischen Leitfaden zur Bürgerbeteiligung mitgewirkt. Sehr viel Kraft investiere Holzer in den Klimaschutz. Seine Begeisterung für grünen Themen seien bei der Bewerbung um die Landesgartenschau eine große Bereicherung gewesen, lobte Broß.




Ausgezeichnet wurden auch die Verdienste von Karl Ulmschneider, für sein Engagement als Mitglied im Ortschaftsrat Neufra, seine Arbeit als Mitglied im Kirchengemeinderat und seine Initiative bei der Förderung der lokalen zeitgenössischen Kunst und des örtlichen Brauchtums. Ulmschneider verfasste ein Buch zur Geschichte Neufras und ein weiteres zum 200-jährigen Bestehen der Pfarrkirche St. Dionysius.

Karin Huonker was die Medaille bereits 2021 kurz vor ihrem Tod verliehen worden. Mit ihrem Tod habe Karin Huonker “eine große Lücke in der Stadt Rottweil” hinterlassen, sagte Broß in der Laudatio. Broß ehrte sie für ihre Engagement als Mitglied und Vorstand im Rottweiler Gewerbe- und Handelsverein und ihren Einsatz für die örtliche Wirtschaft. Mit ihrem großen Engagement habe Huonker maßgeblich dazu beitegragen, die Attractivität der Innenstadt zu steigern. “Man hat einfach merkt, dass ihr Herz für Rottweil schlägt”.

Mit der vierten Ehrung des Abends stellte Broß ein Urgestein in den Mittelpunkt. Maja Becht engagierte sich in unzähligen Vereinen, veranstaltete den Seniorenstammtisch und führte mehr als 40 Jahre unterhaltsam und humorvoll durch die Stadt. Als Broß der älteren Dame auf die Bühne helfen wolle, lehnte sie ab: “Soweit kommts noch, dass ich einem OB am Arm gang”, richtete sie sich in ihrem unverwechselbaren Charme ans Publikum. Bis zu ihrem 80. Geburtstag habe sie Touristen und Einheimische durch die bewegende Geschichte Rottweils geführt, sagte Broß. Die Liebe zur Stadt und zur Fasnet ließen daraus eine Leidenschaft werden. Mehr als 10,000 Menschen habe sie die Begeisterung für Rottweil versmittel.

Walter Hölle received the Bürgermedaille for his long-term voluntary engagement as a Member of the Municipalities and District Councils, for his role as founding member and for his long-term management of kulturrottweil and for his work as a board member of the Forum Kunst. Rückblickend empfahl Hölle jedem, sich einmal kommunalpolitisch zu engagieren. Es schärfe die Sinne, wie man mit unterschiedchen Positionen und Meinungen umgehe. Man konne derach für sich selbst eine Menge lernen.

Ein weiterer Neufraer wurde mit Willi Liebermann auszeignet. Er erhielt die Auszeichnung für seine jahrzehntelange aktive Mitgliedschaft im Musikverein Neufra, für die langjährige aktive Mitgliedschaft in der Feuerwehr Neufra, für sein Engagement bei der Renovierung der Geräteräume in der Karl-Stimmler-Halle und seine Tatkraft beim Bau des Wanderweges. Die Selbstverständlichkeit, die Liebermann dem Vereinsleben widme, nannte Broß “bewundernswert”. Die einzige angemessene Entlohnung sei die Anerkennung der Stadt Rottweil.


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