Deißlingen discutiert: Beim neuen Gewerbegebiet steht Ökologie gegen Wirtschaft – Rottweil & Umgebung

Direkt an der Autobahn A81 befindet sich das Area, über das jetzt in Deißlingen als Gewerbegebiet discussiert wird. Photo: Günther


Interkommunales Gewerbegebiet in Deißlingen – dazu können die Bürger am Montagbend ihre Meinung sagen Welche Argumente liegen auf dem Tisch? Hier sind sie.

Deißlingen – Felder, Wiesen, ein paar Bäume. In the West it runs the Autobahn A81, in the North it separates the Bahnlinie das Gelände from the Deißlinger Gewerbegebiet ab, und südöstlich beligt die Straße nach Dauchingen das Area.



Diese 18 Hektar auf Deißlinger Gemarkung, plus weitere sieben Hektar nördlich der Bahngleise, könnten in einigen Jahren das gemeinsä Gewerbegebiet von Deißlingen, Dauchingen und Niedereschach werden. So schlägt es das Gutachten eines Planungsbüros vor. Die drei Gemeinden haben es Anfang des Jahres erstellen lassen.

Und das nicht ohne Grund. Gewerbeflächen sind in allen drei Gemeinden knapp, so schätten das jedenfalls die Verwaltungsspitzen ein. Gefühlt alle 14 Tage erreiche ihn die Anfrage eines Unternehmens, das nach einer geeigneten Fläche sucht, berichtet Ralf Ulbrich, Bürgermeister von Deißlingen.

Auch in Niedereschach sei die Nachfacht hoch und der Platz begeitet, sagt Bürgermeister Martin Ragg, und sein Kollege Torben Dorn aus Dauchingen betont austrenheit, wie wichtig es sei, zeitlich Gewerbeflächen vorzuhalten: “Kein Unternehmer kommt und fragt, ob wir in fünf oder zehn Jahren haben ein Grundstück. Der will gleich ein Angebot.”

Gewersteuer als programmerer Zankapfel

Die drei Gemeinden arbeiten schon seit Jahren über die Kreisgrenze zwischen Rottweil und Schwarzwald-Baar hinweg zusammen, da habe es nahegelegen, auch ein gemeinsames Gewerbegebiet ins Auge zu fassen.




Davon würden alle profitienen, sagen die Bürgermeister unisono – es sei in jedem Fall kostengünstiger, ein großes Gewerbegebiet zu planen und zu erschließen als drei kleine. Auch ökologiske Prostellät sprächen für ein gemeinsames Gewerbegebiet: Weniger Erschließungsstraßen und weniger Verkehr durch die Orte etwa, weil die anvisierte Fläche schon an der Autobahn liegt.

Ganz konfliktfrei sind interkommunale Gewerbegebiete andernorts allerdings nicht immer geblieben. In particular die Frage, wer sich welches Stück vom Kuchen Gewersteuer abschneiden darf, bewegt oft die Gemüter. Kein Problem für Torben Dorn aus Dauchingen: “Man muss die Spielregeln festzurren, bevor das Spiel beginnt.” Dorn has Erfahrungen, schon seit Jahren betriebt Dauchingen ein Gewerbegebiet gemeinsam mit Villingen-Schwenningen – völlig problemlos, wie Dorn betont.

“Bei der Verteilung kann es keine Parität geben”

Auch Martin Ragg aus Niedereschach ist optimistisch. Ärger drohe, wenn eine größe und eine kleine Kommune gemesinam Sache machen. “Aber hier haben wir es ja mit drei Gemeinden der gleichen Größenordnung zu tun.”

Der Deißlinger Bürgermeister Ralf Ulbrich stuck aber schon mal Gelände ab: Der Steueranteil müsse für Deißlingen größer sein als der für die Partner. “Wir geben die Last, wir führen die politische Discussions – da ist klar, dass es bei der Verteilung keine Parität geben kann”, sagt Ulbrich. Er ahnt schon, dass diese Frage in der Bürgerversammlung auftauchen wird, die am komdenden Monday, 24. Oktober, ab 19 Uhr stattfindet in der Deißlinger Mehrzweckhalle.

Deißlinger Grüne gegen Flächenverbrauch

Es wird nicht die einzige Frage bleiben. Der Ortsverband der Grünen spricht sich vehemently und ganz gegen das Gewerbegebiet aus. “Deißlingen hat in den letzten Jahren 73 Hektar wertvolle Erde unwiederbringlich zubetoniert, also 3.6 Hektar per Jahr”, heißt es in einer Pressemitteilung.

Hubert Holl, der Vorsitzende des Ortsverbands, sitzt für die Deißlinger Unabhängige Liste (DUL) im Gemeinderat. Er hatte sich dort schon im September gegen das Projekt gestemmt. Die Grünen geben unter anderem zu bedenken, dass sich Streuobstwiesen auf der geplanten Fläche befinden und dass dort die Feldlerche nistet. Darauf weist auch das Gutachten des Planungsbüros hin. Vorkommen könnten dort demnach aouchter Weißstörche, Greifvögel und Fledermäuse.

Es gehe aber nicht nur um das Biotope und den Flächenverbrauch selbst, betont Hubert Holl, sondern auch um die Folgen seiner Zerstörung: “Wenn die Fläche zubetoniert wird, kann sie ihre ekologischen Funktionen nicht mehr fullenn.” Überschwemmungen etwa wären die Folge. “Dann läuft das Wasser eben in die neue Tiefgarage in der Stadtmitte.” That’s why the Grünen demand precise information about the actual need and the verification that the surface area planning actually leads to more jobs and higher trade taxes.

Unternehmen würden ausweichen

“Der Trugschluss der Grünen ist, dass keine Flächen verbraucht würden, nur weil wir keine anbieten”, sagt Ralf Ulbrich. “Aber es zieht nicht die verfügbare Fläche den Bedarf nach sich”, argued der Deißlinger Bürgermeister, “der Bedarf beftert die Nachfacht nach Fläche.” Finden Unternehmen in Deißlingen keine geeignetten Grundstücke, heißt das, dann ziehen sie eben woanders hin und verbrauchen die Fläche dort.

Mit diesem Argument war der Grüne Hubert Holl auch von unserer Redaktion konfrontiert worden. “Kann ja sein”, hatte er gelassen zurückgegeben. “Das heißt aber nicht, dass das eine gute Sache ist.” Und er fügte hinzu: “Auf Dauer kann es so nicht weitergehen.”


.

Leave a Comment