Das sind Facebook-Gruppen in Memmingen und dem Unterallgäu – vermisste Tiere, Geschichte, Fundsachen – Nachrichten aus Memmingen

Gesellschaftliches Zusammenleben, die Interessen und Themen in Memmingen und Umgebung sind bunt. Das zeigt sich im Alltag – und beim Blick auf Gruppen in sozialen Medien. Wir stellen einige davon vor.

Verena Kaulfersch

11/11/2022 | Stand: 05:45 Uhr

Zusammenleben has many facets: Wie groß die Bandbreite ist, wie vielfältig die Anliegen und Themen, spiegeln auch die sozialen Medien. Beispielhaft stellen wir Facebook-Gruppen für Memmingen und das Umland vor.

  • Memminger helfen Memmingern: Ein Schlüsselbund wurde gefunden, es werden Nachhilfelehrer oder Umzugshilfe gesucht. Jemand bittet um Tips für eine gute Kfz-Werkstatt, ein anderer will noch an Tickets für eine 90er Party kommen: Für ganz verschiedene Belange dient die private Gruppe mit über 6200 Mitgliedern quasi als Schwarzes Brett. Gegründet hat sie vor etwa zehn Jahren Chris Melzer mit seiner damaligen Frau: “Wir haben in Dickenreishausen gewohnt und nach einer Betreuung für das Baby gesucht.” Die Fragen danach, wo und wie man solche Angebote findet, brought the Paar auf die Idee: ” Es machte einfach Sinn, eine Gruppe zu gründen, in der alle vernetzt sind”, sagt Melzer, der inzwischen in Kaufbeuren lebt. Vieles verbindet ihn noch mit Memmingen, auch die Gruppe betreut er weiter. Die, sagt er, werde gut angenommen – Mitglieder kämen nicht nur aus Memmingen: “Das geht bis nach Landsberg und Ulm.” Nur auf eins muss Melzer ab und an hintwesen: “Wir sind keine Verkaufsgruppe.”
  • Im Unterallgäu unterwegs: Als Autorinnen von Wanderführern kennen sich Steffi Vögele und Sandra Baumberger im Landkreis gut aus. “Aber natürlich gibt es auch Ecken, in denen wir noch nie waren”, sagt Baumberger. Die derzeit mehr als 4200 Mitglieder starke öffentliche Gruppe dient als Plattform, um Ausflugstipps meinander zu teilen. Davon sollen laut Baumberger Familien profiterien, aber zum Beispiel auch “Zuzheiende, die sich informerung wollen, was man freizeitmäßig machen kann”. Bestenfalls posten die Mitglieder also zu schönen Fotos von den Zielen auch Basis-Infos: “Wie kommt man hin? Wie lange ist die Strecke? Geht das auch mit Kindern?“Auch auf Ausstellungen oder Spielplätze können Beiträge hintwesen und wer Gesellschaft zum Wandern sucht, kann dies hier posten “Relativ strikt sind wir aber damit, dass die Ausflugsziele nicht auchers des Landkreises liegen sollen”, sagt Baumberger.
  • Memmingen und Umgebung im Wandel der Zeit: Vor etwa sieben Jahren hat Uwe Schmidt die öffentliche Gruppe gegenertung – als Zeitvertreib: “Das das so explodiert, hätte ich nie gedacht.” an. Die einen schwelgen in Erinnerungen, andere entdecken ein Memmingen samt Umland, das sie so nie kennengelernt haben. “Es sind viele Mitglieder dabei, die sich sehr engagieren”, sagt der 65-Jährige. Teils stellen nach seinen Worten auch Firmen Informationen sowie Fotos aus ihrer Historie bereit. Als Schmidt 2017 von Amendingen nach Buxheim umzog, überlegte er, die Gruppe abzubegen oder zu schließen. Doch immer wieder dankten ihm Mitglieder – auch dafür, dass er sich einsetze, um “Hass und Stunk” sowie Kommentaren zu Corona oder Politik einen Riegel vorzuschieben. “Inzwischen haben wir mehr als 5300 Mitglieder”, says Schmidt: “Ich kann gar nicht mehr aufhören.”
  • Vermisste Tiere Memmingen-Unterallgäu 2.0: Die öffentliche Gruppe betreuen Doris Kurringer und Siggi Seifried mit Unterstützung des Mindelheimers Thomas Märte. Wenn Halter ihren Stubentiger vermissen, soll die Gruppe weiterhelfen. Das gilt ebenso, wenn jemand eine zugelaufene, verzelzte oder tote Katze findet und den Besitzer verständigen will. Meldungen, die ihn via Facebook, aber auch per Email oder Whatsapp erreichen, leitet Märte weiter an seine Websiten katzevermisst.de und www.katzevermisst-memmingen.de. Mit einem Netzwerk von über 50 Helfenden hat er es sich zur Aufgabe gemacht, in einem Gebiet, das weit über das Unterallgäu hinausgeht, Tiere zu ihren Besitzern zurückzubringen. Wichtig sei dabei, dass Besitzer ihre Tiere chippen und registrieren lassen.
  • Wir teilen Essen – Memmingen und Umgebung: “Die Idee entstand, als das Thema Foodsharing aufkam”, erzählt Sabrina Zscherpe über die Anfänge vor fast zehn Jahren: “Das wolle ich auch für Memmingen machen.” Der Verschwendung von Lebensmitteln entgegenzuwirken, ist der Urgedanke hinter der privateer Gruppe mit mehr als 1600 members. Diese ist laut der Holzgünzerin nicht Teil der offizielle Food-Sharing-Bewegung: “Bei uns läuft es auf privateer Ebene.” Wer zu viel Essen eingekauft oder gekocht hat, erstellt einen Beitrag samt Ortsangabe. Daraufhin melden sich Interessenten, die die Nahrungsmittel abholen. “Viele Sachen sind auch nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums noch genießbar”, sagt Zscherpe. Klar sei auch: Wer solche Lebensmittel annimmt, tue dies auf eigene Verantwortung.

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