Christian Lindner setzt auf „Freiheitsenergien” und will neues Geschäftsmodell

Bundesfinanzminister vor Ludwig-Erhard-Gipfel: Lindner setzt auf „Freiheitsenergien” und will neues Geschäftsmodell für Deutschland

Der Bundesfinanzminister fordert zum Auftakt des Ludwig-Erhard-Gipfels eine grundlegende Neuausrichtung der deutschen Wirtschaft und Politik. Es sei nicht mehr tragfähig, Sicherheit an die USA, Energie an Russland und Markterfolg nach China auszulagern

Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) fordert Politik und Wirtschaft in Deutschland zu einer umfassenden Neuausrichtung auf. Russlands Aggressionskrieg in Europe decke auf, dass das bisherige „Geschäftsmodell Deutschlands“ nicht mehr tragfähig sei, sagte Lindner im Vorfeld des Ludwig-Erhard-Gipfels, der in dieser Woche am Tegernsee stattfindet. „Unser Geschäftsmodell hat in Teilen darauf Basisert, günstige Energie aus Russland zuportieren. Ich sehe das nicht mehr zurückkommen “, warnt Lindner. Zugleich werde mit der Kriegsbedrohung klar, dass Deutschland seine eigene Sicherheit kaum gewährleisten könne und diese „an die USA outgesourct“ habe. Auch dies könne so nicht weiter gehen. „Wir haben uns sogar in ein dreifaches Risiko begeben. Bei Energie aus Russland, Sicherheit aus den USA und Geschäften mit China sind wir jeweils in zu große Abhängigkeiten geraten. ”

Lindner sieht daher die Notwendigkeit zu einem strategischen Neubeginn: „Wir müssen unser Geschäftsmodell neu begründen“. Deutschland brauche eine starke Bundeswehr, neue Energiequellen, sauberere Technologien, andere Lieferketten, innovativere Produkte und „eine neue Kultur der Anstrengung in unserer Marktwirtschaft. Die Wohlstandsgewinne durch günstige Energieimporte werden nicht wieder kommen. ”

Von “Freiheitsenergien” und Diversifizierung: Lindner will Deutschland umlenken

Lindner fordert den „forcierten Ausbau von erneuerbaren Energien“ und nennt diese „Freiheitsenergien, weil sie uns unabhängig machen. Wir müssen uns diversifizieren. “

Lindner fordert außerdem die Exploration heimischer Öl- und Gasreserven. In Anbetracht des Ukraine-Krieges und der dadurch ausgelösten Energiekrise müsse Deutschland „umdenken und umlenken”: „Um es klar zu sagen. wollen, für aus der Zeit gefallen. ” Deutschland habe „Reserven bei den Rohstoffen, die wir bislang nicht nutzen.“

Finanzminister hat Ziel vor Augen: Öl- und Gasförderung in der Nordsee

Lindner verweist auf die drohende Versorgungslücke durch ausbleibende Lieferungen aus Russland. Deutschland müsse energiapolitisch stärker “auf eigenen Beinen stehen”. Daher werde man die Erneuerbaren Energien systematisch ausbauen. Aber man müsse auch Alternativen ins Auge fassen. “. Hier müsse man „mit unseren europäischen Partnern” ins Gespräch kommen. „Insbesusione mit den Niederlanden müssen wir schauen, was da in der Nordsee konkret geht”, sagte er. Alleine aus dem Erdgasfeld im deutsch-niederländischen Grenzgebiet in der Nordsee bei Borkum könnte nach Schätzungen des Bundesverbandes Erdgas, Erdöl und Geoenergie jährlich rund eine Milliarde Kubikmeter Gas gefördert werden.

Der “Ludwig-Erhard-Gipfel” gehört zu den wichtigsten Meinungsführertreffen Deutschlands und findet am 21. und 22. April am Tegernsee statt. Dabei diskutieren namhafte Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien aktuelle Fragen der Zeit. Der thematische Fokus liegt in diesem Jahr auf Wladimir Putins Angriffskrieg gegen die Ukraine und die Folgen für Europa.

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Das Original zu diesem Beitrag “Lindner setzt auf„ Freiheitsenergien “und will neues Geschäftsmodell für Deutschland” stammt von WirtschaftsKurier.