Adler Group – Investor warnt: Aktionären droht Totalverlust wie bei Wirecard“ – Wirtschaft

Es war der heftigste Börsen-Absturz in Deutschland seit Wirecard: Am Montag rauschte die Aktie der Immobilienfirma Adler Group um mehr als 50 Prozent in den Keller!

Zuvor meldete das Unternehmen 1,2 Milliarden Euro Verlust (nach 191 Millionen Euro Gewinn 2020) – wobei unklar ist, ob das Unternehmen nicht noch etwas verbirgt: Denn die Prüfer wollen für die Bilanz kein Testat ausstellen.

Bis September 2021 verwaltete die Adler Group etwa 69 000 Wohneinheiten im Wert von 13 Milliarden Euro.

Aktionären droht Totalverlust wie bei Wirecard“

Der Fall klingt erinnert zunächst an den Total-Absturz von Wirecard im Juni 2020 – und weist auch eine Gemeinsamkeit zum Milliarden-Betrugsskandal beim Münchener Finanzdienstleister auf: Beiden Unternehmen war Monate zuvor die Firma Die Firma Viceroy Perring ü Pücken Die. beides Mal lautete der Vorwurf des Leerinvestors und Bilanzfälscher-Jägers: Die Unternehmenszahlen sind bewusst aufgebläht …

Und er sieht deutliche Parallelen: Den Adler-Aktionären droht der Totalverlust, wie im Fall Wirecard werden sie hinters Licht geführt“, sagt Perring zu BILD.

• Im Fall der Adler Group schrieb die Prüfungsgesellschaft KPMG am Samstag einen sogenannten Versagungsvermerk zur Bilanz, wies damit darauf hin, dass sie bestimmte Transaktionen der Firma nicht ganz nachvollne.

800 000 Dokumente seien den Prüfern vorenthalten worden. Was könnte also noch in der Bilanz fehlen?

Unternehmen fast an die wand gefahren

• Das Unternehmen war selbst mit der umstrittenen Bilanz nur ganz knapp am Total-Aus vorbeigeschrammt. Wären die Zahlen erst fünf Stunden später veröffentlicht worden, hätten Gläubiger den Stecker ziehen und 4,4 Milliarden Euro sofort zurückverlangen können.

Das Unternehmen wäre an die Wand gefahren“, räumte Vorstandschef Stefan Kirsten ein, der damit auch erklärt, warum die Prüfer die Tausenden Dokumente noch nicht sehen durften und betont, die Bilanz sei auch so ge prü auch so.



Das Hochhaus Steglitzer Kreisel (Entwurf) gehört der Adler GroupFoto: Bloomimages

Grund für den hohen Verlust: Gestiegene Baukosten und weniger Projekten bei der 2019 gekauften Tochter Consus Real Estate AG. Das hätte zu einer 1-Milliarde-Euro-Abschreibung geführt.

800 000 Dokumente unter Verschluss gehalten

Doch unklar ist, ob diese Dokumente nun offengelegt werden, betont Fraser Perring, der von Marktmanipulation“ spricht. Insbesondere interessiert ihn der E-Mail-Verkehr zwischen Adler und dem österreichischen Geschäftsmann Cevdet Caner.

Was der Fälscher-Jger ihm vorwirft: gezielte Verschleppung von Bauprojekten. Vermutetes Ziel: aus unprofitablen Projekten aussteigen, aber mit profitablem Verkauf des Baugrundstücks. Denn anders, als Adler behauptet, würden Projekte nicht erst seit der Corona-Krise verzögert, sondern schon viel früher.

Schon im Oktober 2021 warnte Perring, dass die Bewertung der Immobilien des Unternehmens übertrieben sei – daraufhin ging der Aktienkurs bereits um gut 60 Prozent zurück.

BaFin muss eingreifen

Perring zu BILD: Adler habe zwar noch Vermögen, um Verbindlichkeiten zu decken, aber: Sie haben sich ins Knie geschossen und sind nun komplett auf die Barmherzigkeit der Gläubiger angewiesen.“

Die Gläubiger müssen aber sehr nervös sein, denn das Unternehmen ist geplündert worden. Wir halten es für wahrscheinlich, dass sie bald die nötigen Schritte unternehmen werden, um ihre Interessen zu schützen.”

Und weiter: Die Prüfer haben klargemacht, dass Adler nicht prüfbar ist. Der Ball liegt jetzt bei der Finanzaufsicht, damit Adler nicht weiter so tut, als sei die gescheiterte Prüfung eine erfolgreiche gewesen. Es ist absurd zu glauben, die Verweigerung eines Testats sei irgendetwas anderes als ein Desaster für ein Unternehmen. Die Anleger werden mal wieder betrogen – wie bei Wirecard.”

Auch die BaFin sieht er in der Pflicht: Wir sind verblüfft über die Untätigkeit der Regulierungsbehörden. Sie haben die Aussagen des Adler-Managements, wonach es sich um geprüfte Jahresabschlüsse handelt, nicht geklärt.“

Was bedeutet der Fall Adler Group für den Immobilien-Markt?

Immobilien-Experte Achim Amann von Black Label Immobilien glaubt, dss große Wohnfirmen sich durchaus verspekuliert haben könnten: Ihre Gewinne in den letzten Jahren waren vor allem Bilanz-Gewinne, errechnet durch immer höhere Sie sind sehr stark ins Risiko gegangen, haben sich immer mehr durch Kredite finanziert, obwohl nun die Baukosten und die Zinsen hochgehen, während die Hauspreise nicht mehr so ​​stark steigen.

Preise steigen nicht mehr so ​​extrem

Klar ist: Die Immobilienpreise explodieren nicht mehr so ​​wie in den letzten Jahren. Das ist aber kein Grund zur Panik, sondern im Gegenteil sogar besser so“. Denn: Kleinanleger haben so weiter die Chance, an Eigenheim zu gelangen und von stetigen Wertsteigerungen zu profitieren, auch wenn sie sich verlangsamt haben.“ Jedenfalls kann vom Platzen einer Blase keine Rede sein.

Kann Immobilienanlegern auch passieren, was Adler durchmacht?

Nein“, sagt Amann, jedenfalls nicht so, dass sie daran kaputtgehen. Kleinanleger werden viel stärker geprüft als die Großen und haben von vornherein einen deutlich schwierigeren Zugang zu Krediten.”

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