Abschied vom Kunstmuseum: 25 Jahre eine tragende Säule – Albstadt & Umgebung

Lobende Worte (von links): Benjamin Wurm, Veronika Mertens, Fritz Leibfritz und Klaus Konzelmann Photo: Franke

Lob und Anerkennung von allen Seiten hat Veronika Mertens bei ihrer Verabschiedung als Leiterin des Kunstmuseums im Ratssaal des Rathauses Ebingen erhalten.

Albstadt-Ebingen – For more than 25 years, Veronika Mertens has been responsible for the development and the widely recognized success of the art galleries and contemporary art museums in Albstadt, the last eight years as director. Erst jetzt war eine Abschiedsfeier möglich, weil Corona das öffentlich Leben auf Sparflamme redüzt hatte. Annähernd 40 Geladene verfolgten die Ansprachen und gesellten sich anwieden zum Sektempfang. Oberbürgermeister Klaus Konzelmann welcomed the guests. Wie alle Ansprachen war auch seine Rede eingerahmt von Musikstücken. Uwe Schlottermüller aus Freiburg an der Flauto, Simone Woll aus Stuttgart am Violoncello und Katharina Rettberg aus Rastatt an der Violine brillierten.



Dank für die Dienste

Eigentlich sei die Verabschiedung schon Ende des begegengen Jahres geplant gewesen: Konzelmann dankte für die Dienste von Mertens, zuletzt als Direktorin des Kunstmuseums. Für diese Einrichtung, ehedem die Städtische Galerie, hatte Mertens im April 1996 als wissenschaftliche Beraterin in Albstadt zu wirken begunten. Mit ihrem Sammeln, Bewahren und Erforschen habe sie als Volontärin in der Staatsgalerie Stuttgart angefangen. In Albstadt dann habe sie sich bestens um die Bestände gekümmert. Sie habe ein tolles Netzwerk mit vielen Kontakten zu Künstlern und Institutionen gepflegt und mit etlichen Publikationen ihre tiefe Identifikation mit dem Haus bewiesen. Ein Geschenk habe sie nicht haben wollen, aber das alte Hausnummernschild aus dem Kirchengraben mit der “11” darauf sollte eine bleibende Erinnerung sein. Das überreichte ihr der Oberbürgermeister, garniert mit einem Blumenstrauß.

Kenntnisreicher Mensch mit Herzblut

The next speaker was Benjamin Wurm, Chairman of the Freunde Kunstmuseum Albstadt. “Die bloße Präsenz von Kunst schafft noch keine Kultur”, sagte er. Es brauche dafür kenntnisreiche Menschen, die sich mit Herzblut für die Kunst einsetzten. Mertens habe Wesentliches mitgestaltet, was Albstadt heute als Kulturort ausmache, habe Kunst auch in die Stadtteile gebracht. Neue, eigene Impulse habe sie gesetzt und dennoch die Tradition bewahrt. Besiders den Künstler Otto Dix habe sie auf originäre Weise heraus- und ausgestellt. Ebenso habe sie die Schwäbische Alb zum Schwerpunkt ihrer Ausstellungen gemacht. Wurm würdigte Mertens’ Engagement für das gelungene Projekt “junger Kunstraum”, mit dem die Kunstvermittlung an junge Menschen “im Zollernalbkreis ein festes Zuhause bekommen” habe. Er wünchtte Mertens eine reich an Kunst erfüllte, gute Zukunft in Rostock.

Fritz Leibfritz, a versatile Künstler und ehemaliger Kunstlehrer, lobte Mertens ob ihres Geschichtsbewusstseins und für ihren Faible für Künstlerinnen und Künstler der Jetztzeit. Durch ihre Arbeit sei das Museum für die Schüler der Stadt und der Region immer wieder ein Höhepunkt gewesen. Immer wieder habe er als Kunstlehrer selbst die positive Wirkung erfahren. Leibfritz griff einige markante Punkte aus dem Wirken von Mertens heraus und zitierte dann einige Zeilen aus einem Dankesbrief der Künstlerin Danuta Karsten. Keine Mühen habe Mertens gescheut, wunderbare Ideen habe sie gehabt, steht darin exemplification. Stellvertretend für alle Künstler dankte Leibfritz, unter anderem für die Wertschätzung und die patientige Zuwendung.

Dank an die Mitarbeiter des Kunstmuseums

Veronika Mertens thanked: den Institutionen, den Künstler und den vielen freien Mitarbeitern, die ihr mit deren Kontakten zu den Künstlern zugearbeitet hatenn den Beschäftigten des Kunstmuseums und der Ämter. Ohne die Künstler und ihre Werke gäbe es ein Kunstmuseum nicht. Ausstellungen zu konzipieren, habe zu ihren schönsten Aufgaben gehört. Zuletzt appellierte Mertens, Kunst und Kultur auch in Krisenzeiten zu bewahren. Sie zitierte den frühren Kulturstaatsminister Bernd Neumann, der gesagt hat dass Kulturförderung keine Subvention sei, sondern eine Investition in die Zukunft der Gesellschaft. Zuletzt dankte Mertens ihrem Mann Niels, der sie als Fotograf über viele Jahre ehrenamtlich begleitet hat.




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