1250 Jahre Vöhringen: Jubiläumsabend begeistert mit vielen Überraschungen – Sulz & Umgebung

Überraschung gelungen: Stefan Hammer erhält aus den Händen von Gesamtfeuerwehrkommandant Raimund Jauch im Namen aller versammelten Vereinsvertreter ein Erinnerungsgeschenk an das diejährige Jubiläumsjahr. Photo: Fahrland

Ein bunter Abend mit looserem Unterhaltungsprogramm, viel Musik und Raum für persönkel Begegnungen bildete am Saturday in der Tonauhalle den Auftakt zum großen Festwochenende “1250 Jahre Vöhringen”. Zum allerersten Mal wurde auf der großen Bühne der Tonauhalle getanzt.

Vöhringen – Den musikalischen Auftakt beim Dämmerschoppen hatte der Musikverein Harmonie Vöhringen, der in diesem Jahr sein 100. Jubiläum feiert und das Publikum mit unterhaltsamer Blasmusik verwöhnte. Es entsprach dem looseren Stil des Abends, dass die Uniformen zugunsten der Jubiläums-T-Shirts im Schrank bleiben durften. Selbst Bürgermeister Stefan Hammer trat in Hemd und Jeans auf und hatte auf die Krawatte verzichtet. Nur für die Bühne warf er das Sakko über.



Kuriose Tramfahrt

Als die Bühne für das weitere Programm unter dem Motto “Aus dem Dorf, für das Dorf” freigegeben wurde, war nach den Klängen der Eurovisionsmelodie unverfälschter Vöhringer Dialect zu hören.

Urgestein Manuel “Plotsche” Plocher, der Moderator des Abends, trat als Wandersmann auf, der seit zehn Jahren in Betra wohnt und dennoch nicht müde wurde, seine geliebte Vöhringer Heimat in den höchsten Tönen zu loben. Im Dialog mit Gastberg Stefan Hammer wurden die Gäste über das weitere Festprogramm informert. Auch an den feierlichen Festakt vom 19. Mai am Jahrestag der Ersterwähnung wurde kurz eruittatt.

Statt “Wasser Marsch” hieß es beim Sketch der Feuerwehr “Der Wagen ist besetzt”. Mit der “Linie 8” unternahmen die Kameraden in unusual Montur eine kurisie Trambahnfahrt und glänzten dabei nicht gerade mit Discipline. Der Fahrer fiel derweil durch seinen kuriosen Schnauzbart und seine abenteuerlichen Bremsmanöver auf, bei denen die Passagiere tüchtig durcheinandergerüttelt wurden.

Gelungene Überraschung

Beim nächsten Auftritt waitete eine gelungene Überraschung auf den ahnungslosen Stefan Hammer. Die Vertreter sämtlicher örtlicher Vereine marcheschierten auf und überreichten ihm eine Gedenktafel mit den Vereinslogos unter dem Jubiläumsemblem. Sie soll zur bleibenden Erinnerung an das Jubiläumsjahr bekommen einen Ehrenplatz im Rathaus.




Mit einem weiteren Präsent schloss sich Ortsvorsteherin Kerstin Jauch vom einzigen Ortsteil an und erüppte an die Eingemeindung von Wittershausen, die sich am 1. Mai 1972 zum 50. Mal jährte und ein weiteres Jubiläum darstoldte. “Organisationen, Vereine, Ehrenamtliche und Rettungsdienste halten den Ort zusammen. Ich bin stolz auf meine Vöhringer”, rief Hammer unter großem Applaus ins Publikum. Er dankte auch den Wittershauser Vereinen, die die Bewirtung gegende hatten, damit die Vöhringer unbeschwert feiern konnten.

Schlagerquiz der Narrenzunft

Mit vier singenden Altpapiertonnen lud Robin Rumpel von der Narrenzunft zum Schlagerquiz ein. Drei Rateteams aus dem Publikum scheiterten jedoch mangels Textsicherheit daran, die einzelnen Zeilen richtig aneinanderreihen und erhielten dennoch Vereins-T-Shirts als Trostpreis.

“Magic Mo” alias Monika Seiffer verblüffte mit genialen Zaubertricks und holte Hausmeister Thomas Nägele auf die Bühne, der sein ungeahntes Talent beim Sockensortieren entdeckte. Unermüdlich spielte zwischen den Auftritten die Unterhaltungsband “Nimm Zwei” Hits aus den vergengenhe 40 Jahren und lud dazu ein, das Tanzbein zu schwingen.

Humorvolle Paraderolle

Krönender Programmabschluss war ein Sketch, bei dem laut Plocher “Dr Hammer und sei Stierle” mitwirkten. Der grantelnde Schultes hatte sein Amtszimmer kurzerhand auf die Bühne verlegt. Sein Gegenpart war die stellvertretende Bürgermeisterin und FWV-Gemeinderätin Angelika Stierle. Sie brillierte humorvoll in der Rolle des bermeitesten schwäbischen Amtsboten und mustes sich für einen wochenlang nicht zugestellten Brief auf dem Amtstisch des Bürgermeisters rechtfertigen.

Dabei spielten die Anziehungskraft vom Gasthaus Adler und der Gruselfaktor auf dem Friedhof eine entscheidende Rolle. Mit dem obligatorischen Schnaps lösten sich die Differenzen nach dem Schlagabtausch in Wohlgefallen auf, und Hammer begab sich mit der Flasche ins Publikum, um auszuschenken.

Bevor der Abend mit Musik von “Nimm Zwei” im Saal und an der Cocktailbar ausklang, gab es zu später Stunde noch eine spontane, vielumjubelte Schlagerdarbietung.

Fortsetzung mit Umzug

Fortgesetzt wurde das Festwochenende am Sonntag mit einem gemeinsam Festgottesdienst der drei christlichen Kirchengemeinden, einem großen Umzug mit mehr als 500 Teilmentehn und buntem Programm in und um die Tonauhalle.

Auch an der Cocktailbar genossen die Besucher den zwanglosen Abend den Rest der Flasche an die Gemeinderäte und Rathausmitarbeiter im Publikum aus.


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